4 800 Mitarbeiter betroffen
Zwangsurlaub für Lufthansa-Cateringtochter

Die Lufthansa hat weitere Konsequenzen aus der schweren Luftfahrtkrise in Folge der Terroranschläge in den USA gezogen. Das Tochterunternehmen LSG Sky Chefs, Kriftel, schickt rund 4 800 US-Mitarbeiter in unbezahlten Zwangsurlaub.

hz FRANKFURT/M. Der Schritt sei ein "unmittelbares Resultat der dramatischen Veränderungen, mit denen die Airline-Industrie seit den Terroranschlägen vom 11. September konfrontiert ist", erklärte der weltgrößte Anbieter von Bordessen für Flugzeuge. LSG Sky Chefs plant demnach auch Stilllegungen und Zusammenlegungen unter den 80 US-Betrieben des Unternehmens, um Kosten zu sparen.

Keine Mahlzeiten mehr auf US-Inlandsflügen

Um angesichts der rapide gesunkenen Nachfrage und der gestiegenen Sicherheitskosten Geld zu sparen, lassen viele amerikanische Airlines auf den meisten Inlandsflügen keine Mahlzeiten mehr servieren. Entsprechende Schritte kündigte unter anderem der wichtigste Kunde von LSG Sky Chefs in den USA, American Airlines, an. Wie die Fluggesellschaften in den Vereinigten Staaten wende sich auch die Cateringbranche an den US-Kongress, um finanzielle Unterstützung zu erbitten, sagte der Firmenchef von LSG Sky Chefs, Hans Rech.

Bei LSG Sky Chefs müssen nach Angaben Rechs nun bis zu 30 % der 16 300 US-Beschäftigten in den unbezahlten Urlaub gehen. Darüber seien die betroffenen Führungskräfte und Verwaltungsmitarbeiter sowie die Belegschaft bereits informiert worden. Sie melden sich demnach nicht zur Arbeit und erhalten kein Gehalt, sind aber weiter über das Unternehmen krankenversichert und können Arbeitslosenunterstützung bekommen. "Unser Ziel ist es, so viele Mitarbeiter wie möglich in unsere amerikanischen Betriebe zurückholen, sobald sich die Situation verbessert hat", betonte der Vorstandschef der Lufthansa-Tochter.

Der für das Passagiergeschäft zuständige Lufthansa-Vorstand Wolfgang Mayrhuber kündigte unterdessen deutliche höhere Ticketpreise an. "Eigentlich müssten diese um etwa zehn Prozent erhöht werden", sagte er. Er räumte aber ein, dass sich die Preise im Markt bildeten. Die Fluggesellschaft hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass als Konsequenz aus der durch die Terroranschläge ausgelösten Krise der Luftfahrtbranche Preiserhöhungen "unumgänglich" sind.

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