400 Millionen Euro Umsatz im Bereich
Bayer will Haushaltsinsektizid-Geschäft verkaufen

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will sich von seinem Geschäft mit Haushaltsinsektiziden trennen, um seine Geschäftsfelder weiter zu straffen. Der Verkauf solle bis Ende des Jahres abgewickelt werden, teilte Bayer am Dienstag in Leverkusen mit.

Reuters LEVERKUSEN. Neben den Markenrechten stünden die Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen zum Verkauf. Das Wirkstoffgeschäft solle aber weiter beim Konzern bleiben.

Das Geschäftsfeld Haushaltsinsektizide mit den Marken "Baygon und "Autan" erzielte den Angaben zufolge jährliche Umsätze von rund 400 Mill. Euro, womit sie weltweit an zweiter Stelle in diesem Marktsegment stünden. Insgesamt seien im Bereich Haushaltsinsektizide 2200 Mitarbeiter beschäftigt, davon die Mehrzahl in Süd-Ost-Asien, sagte ein Bayer-Sprecher.

Der Leverkusener Konzern stellt sich nach Angaben des Bayer-Sprechers als Käufer ein Unternehmen aus der Haushaltssparte vor. Zu Namen möglicher Interessenten und zum angepeilten Verkaufserlös wollte er sich nicht äußern.

"Wir wollen uns im Arbeitsgebiet Gesundheit künftig noch stärker auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren, das heißt auf die Erforschung, die Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln für Mensch und Tier sowie von diagnostischen Systemen", erklärte Bayer-Vorstandschef Manfred Schneider.

Für ein weiteres Wachstum der Sparte Haushaltsinsektizide müsste der Konzern hohe Investitionen tätigen, die nicht vorgesehen seien, teilte Bayer mit.

Absatzschwerpunkte des Geschäftsfeldes Haushaltsinsektizide sind den Angaben zufolge Asien und Lateinamerika. In den entscheidenden Märkten Nordamerika und Europa fehle jedoch die kritische Masse, um gegen größere Wettbewerber Marktanteile gewinnen zu können. Der Bayer-Sprecher bezifferte den Anteil des Bayer-Geschäfts am weltweiten Markt für Haushaltsinsektizide auf rund zwölf Prozent. Auf Platz eins stehe der US-Konzern SC Johnson mit rund 15 % Weltmarktanteil.

Der Kurs der Bayer-Aktie lag am Mittag in einem schwachen Gesamtmarkt nahezu unverändert bei 38,40 Euro.

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