400 Neueinstellungen geplant
Berlin-Chemie legt kräftig zu

Der ostdeutsche Arzneimittelhersteller Berlin-Chemie will nach einem Rekordjahr 2002 mehrere hundert neue Arbeitsstellen schaffen. Im vergangenen Jahr setzte das frühere DDR-Kombinat 404 Millionen Euro um, ein Plus von 24,3 Prozent. Auch 2003 will das Unternehmen, das heute der italienischen Menarini-Gruppe gehört, zweistellig zulegen.

HB/dpa BERLIN. Zugleich stellte Vorstandschef Reinhard Uppenkamp am Montag die Schaffung von 400 neuen Arbeitsplätzen in Aussicht. Derzeit sind es 2570 Beschäftigte. Zum Ergebnis macht Berlin-Chemie seit jeher keine Angaben. Auf dem deutschen Markt erlöste die frühere VEB Berlin-Chemie im vergangenen Jahr 199 Millionen Euro (plus 18 Prozent). Erstmals in der Firmengeschichte lagen die Verkäufe in den alten Bundesländern höher als im Osten. Im Auslandsgeschäft war Berlin-Chemie weiterhin vor allem in ehemaligen Ostblock-Ländern erfolgreich. Ein Drittel des Auslands-Umsatzes wird in Russland gemacht. Es folgen Polen und die baltischen Staaten. Wichtigste Umsatzträger blieben Präparate gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie gegen Diabetes.

Für das laufende Jahr gab Uppenkamp ein Umsatzziel von 460 Millionen Euro aus, was einer Steigerung von 13,8 Prozent entspräche. In den ersten beiden Monaten liege das Geschäft "genau im Plan", sagte der Vorstandschef. Mittelfristig bekräftigte Uppenkamp das Ziel, unter die "Top Ten" der deutschen Pharmaunternehmen zu kommen. Derzeit liegt Berlin-Chemie mit einem gesamtdeutschen Marktanteil von knapp über einem Prozent in den Ranglisten noch nicht einmal unter den ersten 20.

Zu den Zielen von Berlin-Chemie für das laufende Jahr gehört es, erstmals mehr Mitarbeiter als vor dem Zusammenbruch der DDR zu beschäftigen. Im Wendejahr 1989 arbeiteten in dem damals noch Volkseigenen Betrieb (VEB) 2829 Menschen. Zur Höhe des Gewinns äußerte sich Uppenkamp nicht. Er versicherte aber, dass der größte Teil sofort wieder investiert worden sei.

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