41. Wohnmobil-Messe
Caravans brausen mit Farbe aus der Flaute

Bunt von außen, luxuriös im Inneren - so sehen die neuen mobilen Urlaubsheime der Saison 2002/2003 aus, die den deutschen Wohnmobil-Markt aus der Flaute führen sollen. Auf dem 41. "Caravan Salon", der vom 31. August bis zum 8. September in Düsseldorf stattfindet, werden die Neuheiten der Öffentlichkeit präsentiert.

fk DÜSSELDORF. Auch die deutsche Caravan-Branche bekam im erste Halbjahr 2002 die Konjunkturflaute zu spüren. Während der Export florierte und die Wohnwagen-Hersteller 3,1 % mehr Wohnmobile und Caravans als 2001 ins Ausland exportierten, zeigte sich der deutsche Markt rückläufig. 10,9 % weniger Caravans und 6,7 % weniger Wohnmobile als im Vorjahr ließen die Deutschen bei den Kraftfahrtämtern zu. Allein 60 % der hier produzierten Caravans und 40 % der Reisemobile gehen ins Ausland.

Bilder von den Traummobilen des 41. Caravan Salons in Düsseldorf ...

Damit sich aber auch die einheimische Bevölkerung wieder für die mobilen Urlaubsheime erwärmt, setzen die Hersteller bei den neuen Modellen für die Campingsaison 2002/2003 auf ein verändertes Design. Insgesamt präsentieren über 500 Ausstellern aus 23 Nationen 1 500 Fahrzeuge auf der Messe.

Sechziger-Jahre-Stil und futuritisches Design


Statt der schlichten viereckigen Form und dem obligatorischen weißen Lack der vergangenen Jahre steht nun immer mehr Farbe und originelles Design im Vordergrund. Der Trend gehe laut dem Verband deutscher Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller (VDWH) in zwei Richtungen: Zurück in der Zeit, indem die Fahrzeugbauer bei den Reisemobilen auf Formen und Modelle aus den sechziger Jahren zurückgreifen, und vorwärts mit futuristisch anmutenden Formen. Bei den Farben dominieren silbergrau, silber metallic, champagner und zartes blau.

Knutschkugel oder Luxuskarosse


Auch bei Größe und Ausstattung der Fahrzeuge gibt es zwei gegensätzliche Trends. Auf der einen Seite sind kleine, leichte Anhänger in denen gerade einmal zwei Personen Platz finden, gefragt. Die wegen ihrer rundlichen Form auch "Knutschkugeln" genannten Caravans sollen vor allem das junge Publikum ansprechen.

Dagegen gibt es den zweiten Trend, Reisemobile mit allen erdenkbaren Schikanen auszustatten. Von Marmorbad und Whirlpool, über Wasch- und Spülmaschine bis hin zur Heckgarage und elektrisch ausfahrbarem Erker erstreckt sich die Austattungsliste. Denn obwohl in der mittleren Preisklasse weniger Reisemobile gekauft würden, laufen Luxusmobile nach wie vor gut, sagte Christelle Beaulieu vom VDWH. "Solche Mobile legen sich meist Leute zu, deren Kinder schon aus dem Haus sind", sagt sie. "Die haben dann mehr Geld zur Verfügung und wollen sich endlich was für sich gönnen." Auf der "Caravan Salon" werden als einer der Höhepunkte zehn dieser Traummobile mit Preisen ab 215 000 Euro zu sehen sein. Das teuerste Fahrzeug kostet eine glatte Millionen Euro. Zusätzlich sind diese fahrbaren Hotelzimmer durch hohe PS-Zahlen von bis zu 525 Pferdestärken auch noch geländegängig

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