42 Prozent für Militäreinsatz
Britische Unterstützung für Irak-Einsatz gestiegen

Die Unterstützung der Briten für einen Militäreinsatz gegen Irak ist nach den Bombenanschlägen auf der indonesischen Insel Bali deutlich gestiegen.

Reuters LONDON. Nach einer heute veröffentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts ICM waren 42 Prozent der Befragten für einen Militäreinsatz, zehn Prozent mehr als vor einer Woche. 37 Prozent der Befragten lehnten einen Angriff ab, in der vergangenen Woche waren es noch 41 Prozent. Allerdings nannten 85 Prozent der Befragten eine UNO-Resolution als Voraussetzung für einen Militäreinsatz. ICM hat die Umfrage im Auftrag der Zeitung "Guardian" durchgeführt.

Bei den Anschlägen auf der Ferieninsel Bali am Wochenende wurden mindestens 181 Menschen getötet. Neun Todesopfer wurden bislang als Briten identifiziert, die Zahl könnte allerdings auf 30 steigen.

Indonesien und die USA vermuten eine Verbindung zwischen den Anschlägen auf Bali und der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden. Dieser wird für die Anschläge in den USA am 11. September verantwortlich gemacht.

Der britische Premierminister Tony Blair sagte am Dienstag, sein Land und die USA könnten ihren "Kampf gegen den Terror" und einen Einsatz gegen Irak zur selben Zeit führen. Ähnlich hatte sich bereits US-Präsident George W. Bush geäußert. Beide werfen Irak vor, im Besitz von Massenvernichtungswaffen zu sein, und haben dem Land mit militärischer Gewalt gedroht, um die UNO-Forderung nach Verzicht auf atomare, biologische und chemische Waffen durchzusetzen. Irak bestreitet den Besitz solcher Waffen.

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