43-Jähriger galt als Kritiker der Buchführungspraxis
Ehemaliger Enron-Vorstand begeht Selbstmord

Ein Ex-Manager des Pleite gegangenen US-Energieunternehmens Enron hat am Freitag Selbstmord begangen.

dpa WASHINGTON. John Clifford Baxter sei in Sugarland im Bundesland Texas mit einer Schusswunde tot in einem Auto gefunden worden und habe einen Abschiedsbrief bei sich gehabt, teilte die Polizei mit. Gegen das Unternehmen laufen mehrere Strafuntersuchungen wegen Verdachts auf gefälschte Bilanzen.

Der 43-jährige Baxter war bis Mai vergangenen Jahres im Vorstand des Unternehmens. Eine Mitarbeiterin, die in einer Mitteilung an Enron-Chef Kenneth Lay im vergangenen Sommer Sorge geäußert hatte, dass die Bilanzen einer Prüfung nicht standhalten würden, hatte Baxter namentlich als einen der Kritiker der Buchführungspraxis genannt.

Enron hatte zahlreiche dubiose Partnerschaften mit angeblich unabhängigen Partnern gegründet und darin mehr als 500 Millionen Dollar (579 Mio Euro) Schulden versteckt. Das Unternehmen steht im Verdacht, die prekäre Finanzlage illegalerweise verschleiert zu haben. In der Konzernzentrale in Houston wurden Container mit geschredderten Dokumenten sicher gestellt.

"Wir sind tief getroffen durch den tragischen Tod unseres Freundes und Kollegen Cliff Baxter. Seine Familie und Freunde sind in unseren Gedanken und Gebeten", hieß es in einer Enron-Stellungnahme. Baxter arbeitete seit 1991 für Enron. Vor seiner Berufung in den Konzernvorstand war er Leiter des Nordamerika-Geschäfts.

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