44. Fight seiner Profi-Karriere
Wladimir Klitschko will sich für WM-Kampf qualifizieren

Zwei Wochen nach dem Sieg seines großen Bruders Vitali in New York, möchte sich auch Wladimir Klitschko am kommenden Samstag in der Kieler Ostseehalle für einen neuerlichen Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht empfehlen. "Ich will den Kampf so schnell wie möglich gewinnen", betonte der 27-Jährige vor dem Duell mit dem neun Jahre älteren Amerikaner Danell Nicholson.

HB SCHWERIN. Der Schützling von Fritz Sdunek hat sich so akribisch wie immer auf den 44. Fight seiner Profi-Karriere (41 Siege/2 Niederlagen) vorbereitet. "Wladimir ist ein harter Bursche, der genau weiß, was er will. Wir haben insgesamt drei Mal das Team der Sparringspartner gewechselt. Das abschließende Sparring über zehn Runden war sehr gut", berichtete der Meistertrainer nach der etwas komplizierten Vorbereitung mit drei Stationen in Los Angeles, New York und Deutschland.

Geschadet hat die Reiserei offenbar nicht. "Es ist sehr gut gelaufen", sagte Wladimir Klitschko. Als WBO-Weltmeister gefeiert, wurde der Modell-Athlet am 9. März in Hannover vom beleibten Südafrikaner Corrie Sanders in nur 3:27 Minuten in den Ringstaub geschickt und konnte sich am 31. August in München mit einem K.o.- Sieg nach 1:49 Sekunden über den Argentinier Fabio Moli nur ungenügend rehabilitieren. "Wladimir ist der beste Boxer der Welt. Aber ohne einen Sieg gegen Nicholson brauchen wir über eine WM nicht reden", weiß Vitali.

Die brisante Problematik ist auch Klaus-Peter Kohl klar, und so wünscht er sich deshalb einen "Familieneffekt". "Vitali hat in New York einen tollen Kampf geliefert. Ich hoffe, dass wir die Begeisterung nach Kiel übertragen können", meinte der Universum- Promoter. Aus schmerzvoller Erfahrung der jüngsten Vergangenheit dämpft Kohl aber jegliche Euphorie: "Nicholson hat eine ganze Reihe von guten Namen in seinem Kampfrekord. Man muss ihm Respekt entgegenbringen."

Auch Sdunek sieht "Doc" Nicholson als "hervorragenden Gegner" mit schnellen Händen und hartem Schlag. Als "Fallobst" wie Moli fühlt sich der in 46 Kämpfen 42 Mal siegreiche Nicholson ohnehin nicht. "Ich bin hier, um zu gewinnen", verkündete er selbstbewusst. 10 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena werden dies beim ersten bedeutenden Box-Event an der Förde seit vielen Jahren überprüfen. Ihnen wird als Beigabe auch noch eine Weltmeisterschaft auf den vorweihnachtlichen Gabentisch gelegt. WBO-Mittelgewichts-Champion Felix Sturm (Hamburg) verteidigt seinen Titel erstmals gegen den Spanier Ruben Varon.

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