44-Jähriger strotzt vor Tatendrang
Löw komplettiert neues DFB-Trio

Osieck wollte nicht, Rangnick winkte dankend ab und selbst Jürgen Kohler zeigte sich zuletzt uninteressiert an dem Job des Co-Trainers an Klinsmanns Seite. Joachim "Jogi" Löw gab dem neuen Bundestrainer dagegen am Freitag sein Ja-Wort und beendete damit die quälende Suche nach dem neuen Führungsteam für die DFB-Elf endgültig. Und "Klinsi" beeilte sich zu betonen, dass sein Schwaben-Spezi alles andere als eine Notlösung ist und viel mehr als ein erfüllungsgehilfe sein soll.

HB MÜNCHEN/BERLIN. Einen Tag nach der Präsentation von Klinsmann als Bundestrainer und Oliver Bierhoff in der neu geschaffenen Position des Team-Managers ist damit das neue Führungstrio der Nationalmannschaft komplett. "Mit Joachim Löw habe ich einen kompetenten Wunschkandidaten gefunden, der alle meine Anforderungen erfüllt", teilte Klinsmann erfreut mit. Der 44-jährige Löw, der wie sein neuer Chef sowie Bierhoff einen Zweijahresvertrag bis nach der Weltmeisterschaft 2006 erhielt, bezeichnete seine Berufung "als großen Vertrauensbeweis".

Mit seinem langjährigen Bekannten Löw bildet Klinsmann nun eine Schwaben-Connection im sportlichen Bereich. Allerdings erfüllt der Ex-Coach des VfB Stuttgart nach der Absage von Holger Osieck das ursprünglich formulierte Anforderungsprofil, nachdem Klinsmanns Assistent über langjährige Trainererfahrung und speziell erstklassige Bundesliga-Kenntnisse verfügen sollte, nur zum Teil.

Klinsmann hob deswegen am Freitag nach den erfolgreichen Verhandlungen seines neuen Assistenten mit der DFB-Spitze um Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in der Frankfurter Verbandszentrale besonders die Auslandserfahrung von Löw hervor. "Wichtig ist für mich auch, dass er in verschiedenen Ländern gearbeitet hat und somit verschiedene Strukturen kennen gelernt hat." Klinsmann betonte, dass er in seinem Co-Trainer einen Partner sieht: "Er ist für mich alles andere als ein Hütchenaufsteller. Ich werde ihm viel Verantwortung übergeben und bin mir absolut sicher, dass sie bei ihm in richtigen Händen ist."

Der Fußball-Lehrer Löw soll das Defizit ausgleichen, dass Klinsmann als Trainer-Neuling in Fragen der Mannschaftsführung und Trainingssteuerung logischer Weise hat. Insbesondere an diesem Punkt hatte sich die Kritik zahlreicher Trainer und Manager aus der Bundesliga an der Klinsmann-Verpflichtung entzündet. "Ich kann nicht zehn oder 15 Trainerjahre vorweisen. Deshalb will ich mir einen Co-Trainer an die Seite holen, der diese hat", hatte Klinsmann betont.

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