44 Prozent der Athleten weiblich
Frauen auf dem Vormarsch

Es dauert nicht mehr lang, dann ist das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmern bei Olympia ausgeglichen. Besonders bei Frauen mit strenger Glaubensrichtung und den damit verbundenen Einschränkungen gibt es einen positiven Trend.

HB ATHEN. Mehr als je zuvor bei Olympischen Spielen nutzen muslimische Frauen die Bühne von Athen, um ihren Anspruch auf Teilhabe auch am Sport anzumelden. Als Robina Muqimyar aus Afghanistan im 100-m-Vorlauf mit 14,14 Sekunden, der zweitschlechtesten Zeit aller 63 Läuferinnen, ausgeschieden war, riss sie jubelnd die Arme hoch. "Ich hoffe, ich habe die Tür für die afghanischen Frauen aufgestoßen", sagte die 18-Jährige, die zusammen mit der gleichaltrigen Judoka Friba Razayee als erste ihres Landes überhaupt an Olympischen Spielen teilgenommen hat.

Vorerst liegt keine Statistik vor, wie hoch der Frauenanteil bei den Mannschaften aus islamischen Ländern liegt. Aber auch Länder wie Saudi-Arabien, Iran und Bahrain haben trotz massiver Widerstände fundamentalistischer Gruppen Sportlerinnen nach Athen geschickt. Für die iranische Pistolenschützin Hassan Poor Nasim stellte dabei der religiöse Zwang zur völligen Bedeckung ihres Körpers kein praktisches Problem dar.

Sprinterinnen wie Robina Muqimyar oder die noch langsamere Fartun Abukar Omar aus Bahrain dagegen beugten sich den strengen Kleidungsvorschriften, obwohl Kopftuch und flatternde Ganzkörper- Bekleidung ein erhebliches zusätzliches Handicap gegenüber ihren Konkurrentinnen im hautengen Mini-Dress sind.

Seite 1:

Frauen auf dem Vormarsch

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%