45 Prozent der Amerikaner benutzen inzwischen ein Handy
Voicestream und AT&T Wireless umwerben sich

Eine Transaktion hätte einen Wert von mehr als zehn Mrd. $ (10,06 Mrd. Euro), berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe.

dpa NEW YORK. Bei einer Vereinbarung zwischen Voicestream und AT&T Wireless entstünde die zweitgrößte amerikanische Mobilfunkfirma mit mehr als 25 Mill. Kunden und einem Umsatz von über 25 Mrd. $. Im Gespräch sei, Voicestream bei einer Fusion die Mehrheit zu geben.

US-Branchenführer ist die Verizon Wireless mit über 29 Mill. Nutzern. Voicestream und AT&T Wireless benutzen beide das GSM-System (Global System for Mobile Communications). Damit könnten sie ein einziges Hochgeschwindigkeitsnetz bauen, statt zwei. Der Markenname AT&T würde mit der globalen Reichweite von Voicestream zusammen gebracht.

Die Gespräche seien sehr vorläufiger Natur, hieß es in dem Bericht weiter. Beide Firmen hätten in den vergangenen Monaten auch mit anderen Unternehmen Gespräche geführt, dabei sei es aber nicht zu Vereinbarungen gekommen.

AT&T Wireless erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 13,6 Mrd. $ und verfügt über fünf Mrd. $ an liquiden Mitteln. Das Unternehmen hatte kürzlich die TeleCorp für drei Mrd. $ übernommen. Der Umsatz von VoiceStream betrug im vergangenen Jahr vier Mrd. $. Die in den vergangenen Monaten stark gefallen AT&T Wireless-Aktien legten am Dienstag um elf Cents auf 5,15 $ zu.

Eine Transaktion würde Voicestream dringend benötigtes Gewicht in einer zunehmend von Großkonzernen beherrschten Branche bringen, hieß es im "Wall Street Journal". Als die Deutsche Telekom Voicestream 1999 für 31 Mrd. $ gekauft hatte, habe Unternehmenschef Ron Sommer den Kauf als Schlüssel zur Schaffung eines transatlantischen Mobilfunk-Schwergewichts gelobt. Stattdessen habe das Geschäft die Deutsche Telekom mit Schulden belastet und dem Aktienkurs geschadet, schrieb das "Wall Street Journal". Diese Faktoren verstärkten nun den Druck auf Sommer.

Die amerikanischen Mobilfunkbetreiber befänden sich unter zunehmenden Druck zu konsolidieren und Marktanteile zu gewinnen. Die sechs großen US-Mobilfunkfirmen kämpfen nach Angaben der Zeitung mit einem langsameren Kundenwachstum. 45 % der Amerikaner benutzten inzwischen Handys.

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