45 Prozent Privatanleger
Solar-Fabrik hält am Börsengang fest

Im Gegensatz zum Konkurrenten SES 21 wird die Solar-Fabrik am Mittwoch zum Emissionspreis von 8 Euro an den Geregelten Markt gehen.

jk FREIBURG/DÜSSELDORF. Den Verantwortlichen der Solar-Fabrik sind sicherlich einige Steine vom Herzen gefallen. In einem "extrem schwierigen Börsenumfeld" sei es gelungen, alle 1,5 Mill. Stückaktien unter das Volk zu bringen, erklärte der Vorstandsvositzende der Solar-Fabrik, Georg Salvamoser am Montag. Die Aktie des Solartechnik-Herstellers sei "vollgezeichnet" und wird am Mittwoch zum Ausgabepreis von 8 Euro am Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse starten.

Die Aktie sei vor allem bei in- und ausländischen institutionellen Anlegern mit Fokus auf erneuerbare Energien begehrt gewesen, berichtet Salvamoser. "45 Prozent der Emission entfallen auf Privatanleger."

"Mit einem Ausgabekurs am unteren Ende der Bookbuildingspanne reagieren wir auf das extrem schwierige Marktumfeld", erläutert Alfred Möckel vom Konsortialführer Consors Capital Bank. "Um so erfreulicher war das große Interesse renommierter Investoren". Sicherlich habe man vor einigen Monaten noch andere Vorstellungen gehabt, erläutert Salavamoser. Doch "wir sind froh, dass wir es überhaupt geschafft haben".

Und das ist keineswegs selbstverständlich. Erst in ver vergangenen Woche blies der Solarstrom-Spezialist SES 21 seinen Börsengang kurzfristig ab. SES 21 wollte am 11. Juli ebenfalls am Geregelten Markt in Frankfurt und München starten. Das Ziel einer mehrfachen Überzeichnung wurde aber während der Zeichnungsfrist nicht erreicht, begründete das Unternehmen den Rückzieher.

Die Solar-Fabrik wird aber definitiv am Mittwoch börsennotiert sein. Salvamoser peilt in den nächsten zwei Jahren entsprechend der geplanten Unternehmensziele eine Kurssteigerung vom Emissionspreis von 8 Euro auf rund 12 Euro. Eine Dividende werde es aber in den ersten drei jahren nicht geben, teilte der Vorstands-Chef mit.

Großauftrag für 1,5 Megawatt

Ein Großauftrag des Solargroßhändler AET über die Lieferung von 1,5 Megawatt Solarstrom-Modulen gibt dem Börsengang wichtigen Rückenwind. "Der Auftrag entspricht einem Viertel unserer Jahresproduktion von 2001 und ist bislang der größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte der Solar-Fabrik", freut sich Vertriebsvorstand Burkhard Holder.

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