48 Tote in Afghanistan
USA wollen Grund des Fehlangriffs schnell klären

Die USA wollen möglichst schnell die genauen Gründe für den Tod von mindestens 48 Zivilisten bei einem amerikanischen Luftangriff in Südwestafghanistan ermitteln. In 24 bis 48 Stunden soll ein Team der US-Streitkräfte mit den Ermittlungen beginnen. Unterstützt werden sie dabei von einem Abgesandten der afghanischen Regierung, so Victoria Clarke, die Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums.

dpa WASHINGTON. Nach vorläufiger amerikanischer Feststellung waren bei dem Angriff in Kabarak rund 280 Kilometer südwestlich von Kabul auch 117 Menschen verletzt worden. Die Amerikaner vermuteten in der Region versprengte El-Kaida - und Talibankämpfer, da US-Flugzeuge aus dem Dorf mehrfach beschossen worden seien. Die amerikanischen Bomben trafen jedoch eine Hochzeitsgesellschaft, die das Fest traditionell mit Gewehrschüssen in die Luft feierte.

Das US-Militär hält die Region für eine Hochburg der Taliban, in der noch Flugabwehrstellungen versteckt sind. Flugabwehr-Munition werde zur Deckung gerne in der Nähe von Wohnhäusern stationiert, hieß es im Pentagon. Dass sich Kämpfer in dem Dorf versteckten, haben Einwohner jedoch energisch bestritten. Der Operationschef des US-Generalstabs, General Gregory Newbold, teilte dagegen mit, dass am vergangenen Wochenende in dem Gebiet zum zweiten Mal ein Lager mit 29 Flugabwehrraketen entdeckt worden sei, die von der Schulter aus abgefeuert werden können.

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