4 000 Phantomarbeiter
Nairobi bezahlt Mitarbeiter, die nicht existieren

Die Stadtverwaltung der kenianischen Hauptstadt Nairobi bezahlt 4 000 Angestellte, die gar nicht existieren. Das erklärte der Minister für Kommunalregierung, Karisa Maitha, wie die Tageszeitung "Daily Nation" am Montag berichtete.

HB/dpa NAIROBI. Demnach hat eine Überprüfung ergeben, dass die Stadtverwaltung statt der 21 000 Mitarbeiter auf den Gehaltslisten tatsächlich nur 17 000 hat. Die Phantomarbeiter kosteten die Stadt monatlich mehr als 390 000 Euro. "Die Zahl könnte sogar auf 15 000 sinken, denn wir haben Hinweise, dass einige der Phantomangestellten bis zu vier Gehälter unter verschiedenen Namen kassieren", zitierte die Zeitung den Minister. Er versprach Aufklärung über den Verbleib der öffentlichen Gelder und kündigte außerdem an, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Nairobis in zwei Wochen ihre noch ausstehenden Gehälter in Höhe von mehr als 10 Millionen Euro auszuzahlen.

Eine ähnliche Untersuchung in der Küstenstadt Mombasa im Februar hatte aufgedeckt, dass die Stadtverwaltung statt 6 000 in Wirklichkeit nur 3 700 Mitarbeiter beschäftigt. Die durch den Betrug eingenommenen Gelder würde sich ein Kartell aus Stadträten, Gewerkschaftsführern und Arbeitern teilen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%