5 000 Neueinstellungen
SAS plant größte Expansion seit Gründung

dpa OSLO/STOCKHOLM. Das skandinavische Flugunternehmen SAS (Scandinavian Airlines Systems) plant in den nächsten Jahren 5 000 Neueinstellungen. Grund dafür sind die stark gestiegenen Zuwachsraten im Passagier-Verkehr. Wie eine Sprecherin des unter anderem mit der Lufthansa in der «Star Alliance» verbundenen Unternehmens der Osloer Zeitung «Aftenposten» sagte, durchlaufe SAS derzeit die «größte Geschäftsausweitung» seit der Gründung. Man peile die Steigerung der jährlichen Fluggastzahl von derzeit 23 Millionen auf 35 Millionen bis zum Jahr 2005 an, begleitet von einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl von 27 000 auf 32 000.

In dem Bericht hieß es, das halbstaatliche und von Dänemark, Norwegen sowie Schweden gemeinsam betriebene Unternehmen habe sich strategisch dafür entschieden, mit neuen Flugzeugen auch auf dem stark wachsenden Markt für Interkontinentalflüge zu konkurrieren. Beim Start der «Star Alliance», der inzwischen 13 Fluggesellschaften angehören, hatte SAS in den neunziger Jahren noch erklärt, man werde sich auf innerskandinavische und-europäische Flüge konzentrieren und der deutlich größeren Lufthansa das interkontinentale Feld überlassen. Vize-Vorstandschef Vagn Sörensen meinte dazu in «Aftenposten»: «Es gibt einen Markt da draußen, und an dem haben wir einen rechtmäßigen Anteil.»

Zur Erneuerung und Erweiterung von Kapazitäten mit derzeit 190 Flugzeugen hat SAS bei Airbus zehn Langstreckenflugzeuge vom Typ A 340 und A 330 sowie zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge aus der A321- Serie für insgesamt 15 Mrd. Kronen (3,6 Mrd. DM/1,8 Mrd. Euro) bestellt.

Aus Stockholm verlautete ebenfalls am Montag, dass im Frühjahr mit der Ausgabe einer einheitlichen SAS-Aktie gerechnet wird. Die Behörden der drei beteiligten Länder seien mit den Vorbereitungen dafür bis auf wenige Details fertig, hieß es aus dem schwedischen Wirtschaftsministerium. Der für die drei Länder bisher unterschiedliche Handel mit SAS-Aktien war von der Unternehmensführung als Hindernis bei der Kapitalbeschaffung für große Investitionen kritisiert worden.

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