5:3-Sieg im fünften Spiel bei den Hamburg Freezers
Frankfurt Lions ziehen ins Finale ein

Die Hessen setzten sich im Halbfinal-Endspiel etwas überraschend bei den Hamburg Freezers durch und treffen nun im Finale auf den Favoriten Eisbären Berlin. Es war ein Nervenspiel, bei dem die Frankfurter einfach den kühleren Kopf behielten.

HAMBURG. Lange haben die Eisbären auf den Namen ihres Gegners warten müssen. Seit Dienstag schon ist der Berliner Klub aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) für die am Gründonnerstag beginnende Finalserie um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Doch während sich der Favorit für den Titel in der "Best-of-five"-Serie problemlos mit drei Siegen gegen den ERC Ingolstadt durchsetzen konnten, ging es im anderen Halbfinale ausgeglichener, härter und hektischer zur Sache. Erst nach Spiel fünf zwischen den Hamburg Freezers und den Frankfurt Lions steht fest, dass die Berliner die Hessen in der Endspielserie als Gegner haben. Vor 12 759 in der ausverkauften Hamburger Color Line Arena siegten die Frankfurter 5:3 (2:0, 2:2, 1:1) gegen die Freezers.

Es war ein Spiel der Nerven, das die Frankfurter gar nicht mal unverdient gewannen. Mit 2:1-Siegen hatten die Hamburger schon in der Serie geführt, bevor die Lions dann am Freitag in eigener Halle trotz des ersten Hamburger Matchballs nicht nervös wurden und die Freezers in einem kuriosem Spiel 7:5 bezwangen. Vor der Reise zum entscheidenden Spiel wähnten sich die Frankfurter nach diesem Sieg dann auch im psychologischen Vorteil. "Es ist doch egal, ob wir zuhause oder auswärts spielen", hatte Frankfurts Stürmer Michael Hackert gesagt. "Das Spiel am Sonntag wird im Kopf entscheiden."

In der Tat wirkten die Frankfurter vom ersten Bully an nervlich ausgeruhter als ihr Gegner. Das frühe Führungstor durch Francois Bouchard gab ihnen zusätzlich Sicherheit. Den Freezers gelang dagegen nichts, erst recht nicht im Powerplay: Gleich vier Überzahlsituationen ließen sie im ersten Drittel ungenutzt. Frankfurt dagegen erzielte noch vor der ersten Pause bei numerischer Überlegenheit das 2:0 durch Patrick Lebeau. Und spätestens nach dem dritten Frankfurter Treffer durch Jesse Belanger schien alles entschieden. Doch Hamburg kämpfte sich noch mal heran. Brad Purdie verkürzte, Mike Smazal gelang sogar das 2:3. "Freezers fliegen niemals raus", riefen die Hamburger Fans nach diesem Tor. Die Stimmung in der Color Line Arena bekam aber wenig später einen Dämpfer - Schuld daran war Mike Hackert, der das vierte Frankfurter Tor erzielte.

Im letzten Drittel kassierte dann Hamburgs Steve Washburn eine Spieldauerstrafe nach einem rüden Foul am Frankfurter Lebeau, und Purdies Anschlusstreffer zum 3:4 fiel erst Sekunden vor Schluss. David Gosselin traf wenig später zum 5:3 für Frankfurt, nachdem Hamburg Torwart Boris Rousson zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatte.

Zum ersten Mal in der Geschichte der DEL haben die Lions die Finalrunde erreicht.

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