5:4 im Elfmeterschießen
Butt rettet Toppi den Kopf

Jörg Butt hat Bayer 04 Leverkusen gegen "Angstgegner" Unterhaching den Einzug ins Pokal-Halbfinale und seinem Trainer Klaus Toppmöller vorerst den Job gerettet. Der Torhüter hielt am Mittwoch beim 5:4-Sieg im Elfmeterschießen zunächst gegen Darlington Omodiagbe und verwandelte den entscheidenden Elfmeter anschließend selbst.

HB/dpa UNTERHACHING. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 (2:2, 0:1) gestanden. Der Brasilianer Franca (19.) und Carsten Ramelow (49.) hatten für den Cupgewinner von 1993 und Finalisten des Vorjahres vor 6500 Zuschauern im Hachinger Sportpark die ersten beiden Tore erzielt. Für den Spitzenreiter der Regionalliga Süd trafen Angelo Vaccaro (46.) und Goran Sukalo (63.).

Leverkusen war nach nach dem traumatischen Meisterschaftsfinale vom Mai 2000 und zuletzt zwei Niederlagen in der Bundesliga mit wenig Selbstvertrauen angereist und überließ auf schneebedecktem Rasen den Gastgebern die Initiative. Ein Zweiklassen-Unterschied war in der Partie nicht auszumachen. Toppmöller hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 0:2 gegen Dortmund nur auf einer Position umgestellt. Neuzugang Radoslaw Kaluzny spielte an Stelle von Hanno Balitsch und erwies sich als Stabilisator im defensiven Mittelfeld.

Leverkusen war von der Angst vor einer neuerlichen Blamage wie gelähmt, Unterhaching bemüht, aber im gegnerischen Strafraum zu harmlos. Die Führung für Leverkusen fiel angesichts der Feldüberlegenheit der Gastgeber wie aus heiterem Himmel und zudem nach einer Fehlentscheidung: Ein Einwurf für Unterhaching wurde Leverkusen zugesprochen, die folgende Flanke von Pascal Ojigwe köpfte der Brasilianer Franca ins Tor (19.). Torhüter Philipp Heerwagen machte dabei keine glückliche Figur.

Nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff glich Vaccaro nach einem gewonnen Zweikampf gegen Boris Zivkovic zum 1:1 aus. Doch die Freude währte nur kurz: Carsten Ramelow erzielte im Anschluss an eine Ecke von Oliver Neuville mit einem Flachschuss vom Elfmeterpunkt die neuerliche Führung für den Favoriten. Nun wurde aus dem Spiel noch ein echter Pokalfight. Unterhaching, das erstmals überhaupt im Viertelfinale stand und im Achtelfinale schon Hansa Rostock ausgeschaltet hatte, witterte seine Chance und nutzte die Fehler des Gegners. Als Sukalo nach einem gewonnen Kopfball-Duell Ramelow anschoss und der Ball ihm direkt wieder vor die Füße sprang, war Jörg Butt im Bayer-Tor machtlos (63.).

In der Verlängerung entbrannte ein Kampf um jeden Zentimeter, in dem der Regionalligist, der erst am 1. März in die Rückrunde startet, auch konditionell nicht nachließ. Schließlich musste das Glücksschießen vom Elfmeterpunkt die Partie entscheiden.

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