5,5 Prozent gefordert
Chemie-Tarifabschluss möglich

"Wir hoffen, dass wir in dieser Runde den Versuch einer Einigung schaffen werden," sagte der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Werner Bischoff, vor Beginn der zweiten überregionalen Verhandlungen für die rund 570 000 westdeutschen Chemiebeschäftigten am Mittwoch in Lahnstein.

Reuters LAHNSTEIN. Die erste Verhandlungsrunde war vor acht Tagen nach vierstündigen Beratungen ohne Annährung vertagt worden. Auch der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes BAVC, Jürgen Maaß, hielt eine Einigung für möglich. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir in zwei Tagen zu einer Lösung kommen", sagte Maaß.

In der ersten Runde hatten die Arbeitgeber noch kein Angebot unterbreitet. Die IG BCE fordert Einkommenserhöhungen um 5,5 % und will in der Tarifrunde den seit 15 Jahren in der Chemieindustrie geltenden Entgelttarifvertrag für Arbeiter und Angestellte modernisieren. Zudem soll das Weihnachtsentgelt in einem vom Erfolg des Unternehmens abhängigen Bestandteil des Einkommens weiter entwickelt werden.

Mit Blick auf die schwache Konjunkturlage in der Chemie sagte BAVC-Verhandlungsführer Maaß weiter, der Verhandlungsspielraum sei nicht sehr groß. Es gelte, die Gesamtkosten in der Chemie in Betracht zu ziehen. Er halte es aber nicht für undenkbar, dass die Arbeitgeber in dieser Runde ein konkretes Angebot vorlegten. Maaß wollte nicht näher auf die Frage eingehen, wie hoch der Kompromissspielraum für die Arbeitgeber prozentual zu beziffern sei. IG-BCE-Verhandlungsführer Bischoff hatte am Dienstag in einem Zeitungsinterview gesagt, ein Abschluss müsse über drei Prozent liegen.

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