5,8 Millionen Euro Konzernverlust
Stella belastet Deutsche Entertainment AG

Der Konzertveranstalter DEAG hat im ersten Quartal 2002 seinen Konzernverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausgeweitet und das Konzernergebnis für 2001 deutlich nach unten korrigiert.

Reuters BERLIN. Den Quartalsverlust begründete die DEAG am Donnerstag in einer Pflichtmeldung mit Belastungen aus der ehemaligen Musical-Tochter Stella Entertainment.

Der Konzernverlust für die ersten drei Monate liege bei 5,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 3,9 Millionen Euro im Vorjahr, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen mit. Bereinigt um die Belastungen des insolventen Musical-Betreibers Stella Entertainment liege der Verlust bei 1,9 (Vorjahr minus 1,3) Millionen Euro. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrage 5,6 Millionen Euro nach einem Gewinn von 0,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Den Angaben des Unternehmens zufolge sind keine weiteren Belastungen durch die Stella-Pleite über das erste Quartal hinaus zu erwarten. Der Vorstand der DEAG sei optimistisch, im laufenden Geschäftsjahr ein positives Ergebnis zu erzielen. Der Teilkonzern Stella Entertainment werde zum 1. April 2002 vollständig dekonsolidiert.

Weiter teilte das Unternehmen mit, das Konzernjahresergebnis 2001 deutlich nach unten korrigieren zu müssen. Statt des ursprünglich ausgewiesenen Konzerngewinns von 8,6 Millionen Euro sei nun ein Verlust von 19,1 Millionen Euro verzeichnet worden. Das Eigenkapital der DEAG sei mit 3,8 Millionen Euro belastet. Grund dafür seien die Ereignisse bei der Broadway Musical Management GmbH, einer Tochter des Teilkonzerns Stella Entertainment, sowie bei der Beteiligung Qivive GmbH. Diese Entwicklung sei nun im Jahresabschluss 2001 berücksichtigt worden. Dadurch sei ein Abschreibungsbedarf von 27,7 Millionen Euro entstanden.

Nach dem Insolvenzantrag der für das Musicalgeschäft zuständigen Tochter BMM war auch Stella Entertainment in eine finanzielle Schieflage geraten. Die DEAG hatte sich daraufhin von ihrer Mehrheitsbeteiligung an dem Musical-Betreiber getrennt, den sie vor drei Jahren übernommen hatte. Der Online-Ticketanbieter Qivive hatte vor wenigen Wochen ebenfalls Insolvenz angemeldet.

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