500 Jobs in Deutschland weg
Agfa schreibt tiefrote Zahlen

Europas führender Bildtechnikspezialist Agfa hat das Geschäftsjahr 2001 mit einer tiefroten Bilanz abgeschlossen. 500 Arbeitsplätze sollen in Deutschland abgebaut werden.

dpa/rtr/vwd MORTSEL. Der belgische Fototechnik- und Grafik-Spezialist Agfa-Gevaert ist im vergangenen Jahr im Sog der weltweiten Konjunkturschwäche in die Verlustzone gerutscht. Durch geringere Einnahmen, Preisverfall und höhere Produktionskosten sei ein Konzernverlust von 288 Millionen Euro entstanden, teilte die Agfa-Gevaert N.V. am Donnerstag im belgischen Mortsel mit. Im Jahr 2000 war noch ein Gewinn von 169 Millionen Euro erzielt worden. Der Umsatz der Gruppe sank um 6,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

Der Bildtechnikspezialist Agfa baut im Rahmen seines Kostensenkungsprogramms fast 500 Arbeitsplätze in Deutschland ab. Im Stammwerk Leverkusen fielen 300 von bislang 1 700 Stellen bis Ende 2003 weg, teilte Agfa-Gevaert mit. Der Sozialplan stehe, es seien erste Kündigungen ausgesprochen worden. Eine Agentur soll den Betroffenen Jobs vermitteln. Im Werk Wiesbaden sollen von 650 Arbeitsplätzen 180 wegfallen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan liefen gegenwärtig aber noch.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um die Hälfte auf 260 Millionen Euro eingebrochen. Die Umsätze sanken den Angaben zufolge um 6,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

Für das erste Halbjahr 2002 kündigte Agfa weiterhin schwache Ergebnisse an. Eine "deutliche" Verbesserung werde es erst in der zweiten Jahreshälfte geben. Das Unternehmen rechnet damit, für das laufende Geschäftsjahr wieder einen Nettogewinn auszuweisen.

Den Rückgang des operativen Ergebnisses vor Restrukturierungsaufwand und Einmalposten 2001 begründete das Unternehmen mit dem Rückgang des Umsatzes, Preisverfall und höheren Produktions- und Verwaltungskosten. Die Umsatzrendite sei auf 5,3 (10) Prozent zurückgegangen, hieß es weiter. Neben Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt 524 Mill. Euro sei der Nettokonzerngewinn durch die volle Abschreibung der 25-Prozent-Beteiligung an Xeikon belastet worden.

Ein starkes Wachstum verzeichne digitale Technik und Systeme von Agfa.

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