500 Mill. € Risikovorsorge
DZ Bank streicht 1 000 Stellen

Zwei Monate nach der Fusion von DG Bank und GZ-Bank bekommt die Belegschaft die Auswirkungen des Zusammenschlusses zu spüren. Fast jede fünfte Stelle der DZ Bank AG soll bis Ende 2002 gestrichen werden. Insgesamt werden 1 000 der aktuell knapp 5 300 Arbeitsplätze wegfallen, bestätigte das genossenschaftliche Spitzeninstitut am Montag nach der Aufsichtsratssitzung in Frankfurt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Auch die deutlich schlechtere Ertragslage der sechstgrößten deutschen Bank in Folge der Börsenkrise und der Konjunkturflaute war ein zentrales Thema der Aufsichtsräte. Vor allem für gefährdete Unternehmenskredite muss für das Geschäftsjahr 2001 eine Risikovorsorge von mindestens 500 Mill. € (980 Mill. DM) gebildet werden. Diese Entscheidung basierte allerdings auf "noch vorläufigen Zahlen", hieß es nach der Sitzung des Kontrollgremiums. Diese Risiken sollen im Jahresabschluss 2001 durch Hebung von Reserven dargestellt werden.

Die bereits in Angriff genommene Schließung der Niederlassungen in Kassel, Dresden, Erfurt, Regensburg sowie Magdeburg und Rostock soll schneller als geplant abgewickelt werden. Die noch verbleibenden Inlandsstandorte sind damit allerdings nicht endgültig gesichert. Sie werden "in ihren Aufgaben neu geordnet und im Hinblick auf ihre Effizienz überprüft". Die Auslandsfilialen in New York, Singapur, Hongkong und London sowie die Tochtergesellschaft in Dublin bleiben dagegen bestehen.

Die Reduzierung des Vorstandes von zehn auf acht Mitglieder soll während der Aufsichtsratssitzung ebenso wenig eine Rolle gespielt haben wie die Dividende für 2001. Nach Presseberichten beabsichtigt der ehrgeizige Vorstandsvorsitzende Ulrich Brixner von der früheren GZ-Bank, die vier ehemaligen Vorstände aus der DG Bank aus ihren Positionen zu drängen. Bereits am 11. Dezember soll es zu einer erneuten Aufsichtsratssitzung kommen.

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