50 000 Euro und Smart für Weltbestzeit
Berlin-Marathon der Rekorde

Der Berliner Marathon strebt nach immer neuen Rekorden. Zwar wird die Prämie für eine Weltbestzeit - 50 000 Euro plus ein Smart - höchstwahrscheinlich unangetastet bleiben. Dennoch ist auch die 29. Auflage des drittgrößten Marathons der Welt nach London und Chicago für Superlative gut.

HB/dpa BERLIN. 32 752 Läuferinnen und Läufer werden sich am Sonntag auf die klassischen 42 195 Meter durch das Zentrum der deutschen Hauptstadt begeben.

Davor sind schon 8 369 Inline-Skater, 121 Rollstuhlfahrer und 134 Power-Walker gestartet, die zusammen mit den 7 223 Mädchen und Jungen für den Mini-Marathon die Zahl der Lauf-Enthusiasten nahe an die 50 000 Teilnehmer treiben. Diese Vorab-Bilanz macht die Veranstalter einerseits stolz, zwang sie aber aus organisatorischen Gründen schon vor Wochen zum Stopp für weitere Anmeldungen.

Als Favoriten auf der schnellen Strecke gelten zwei Kenianer, die den Klassiker in den vergangenen beiden Jahren für sich entscheiden konnten. Vizeweltmeister Simon Biwott, der Sieger von 2000, und sein Landsmann Joseph Ngolepus haben dabei eines gemein: Beide waren vor ihrem Triumph eigentlich als Tempomacher für andere vorgesehen, zogen ihre "Hasenrolle" aber unerwartet bis ins Ziel durch. Ein ähnliches Kunststück könnte nun ihrem Landsmann Fred Kiprop gelingen, der am Sonntag die Pace machen soll.

Mit 30 000 Euro Gewinn-Prämie locken die Organisatoren. Falls es zur Weltbestzeit nicht reicht, gibt es zusätzlich immerhin noch 30 000 Euro für eine Zeit unter 2:07 Stunden bei den Männern und unter 2:23 bei den Frauen. Jede Minute langsamer halbiert sich die Summe. Für die gleichzeitig ausgelobten deutschen Meistertitel werden je 3 000 Euro vergeben. Die Weltbestzeit hält seit dem 14. April 2002 Khalid Khannouchi (USA) in 2:05:38.

Bei den Frauen gilt Naoko Takahashi jetzt schon als ungekrönte Königin der Veranstaltung. Vor einem Jahr lief die Japanerin die minutiös geplante Weltbestzeit von 2:19:45 Stunden. «Damals hatten wir viel mehr Zeit in die Vorbereitung investiert. Ich will zwar auch diesmal eine ordentliche Leistung zeigen, aber dass es wieder Weltrekord wird, glaube ich nicht», meinte die Olympiasiegerin. Catherine Ndereba (Kenia) hat die Bestmarke inzwischen auf 2:18:47 Stunden geschraubt.

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