52 weitere jugoslawische Unternehmen können Handel mit EU-Firmen treiben.
EU nimmt weitere jugoslawische Firmen von Embargo aus

Reuters BRÜSSEL. Die Europäische Union (EU) hat weitere serbische Firmen vom Handelsembargo mit der EU ausgenommen. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Mittwoch in Brüssel, weitere 52 jugoslawische Unternehmen könnten nun unter Umgehung des EU-Embargos Handel mit EU-Firmen treiben. Sie wurden auf eine entsprechende "weiße Liste" von Firmen gesetzt, die nicht verdächtig sind, mit der Belgrader Regierung in Verbindung zu stehen. Die Namen der Unternehmen sollten aber erst öffentlich gemacht werden, wenn diese zustimmen, sagte der Sprecher weiter. Hintergrund dieser Maßnahme sind Repressionen, die die jugoslawischen Behörden gegen Firmen ausgeübt hatten, die bereits auf der ursprünglich 190 Unternehmen fassenden Liste standen.

Der Sprecher sagte, das Vorgehen der Regierung in Belgrad gegen die Firmen zeige, dass die Sanktionen der EU offenbar wirksam seien. Andernfalls würde diese nicht so nervös reagieren.

Die EU hatte im Zuge der Kosovo-Krise eine Reihe von Sanktionen gegen Jugoslawien verhängt, die unter anderem ein Öl-Embargo umfassen. Die Sanktionen sind aber auch in der EU umstritten. Bei ihrem jüngsten regulären Treffen hatten mehrere Außenminister die Maßnahmen in einer öffentlichen Debatte mit dem Argument kritisiert, sie schadeten mehr der Bevölkerung als dem jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic.

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