54 zu 46 Stimmen stimmten gegen die Pläne
Senat lehnt Pläne für Ölbohrungen in Alaska ab

US-Präsident George W. Bush hat im Senat eine schwere Niederlage erlitten. Die kleinere Kongresskammer lehnte am Donnerstag (Ortszeit) das Kernstück seines Energieprogramms ab - den Plan, in einem Naturgebiet Alaskas nach Öl bohren zu lassen.

dpa WASHINGTON. Eine Mehrheit von 54 gegen 46 Senatoren weigerte sich, das Projekt in ein umfassendes Energiegesetz aufzunehmen. Das Weiße Haus zeigte sich enttäuscht, will aber den Kampf für eine Verwirklichung des Bohrvorhabens fortsetzen, wie Sprecher Ari Fleischer sagte.

Das Abgeordnetenhaus hatte im Gegensatz zum Senat bereits im vergangenen Jahr eine Gesetzesversion gebilligt, die auch grünes Licht für die Förderpläne in Alaska gibt. Im Senat dauert die Debatte über zahlreiche andere Punkte des Energieplans noch an. Nach Verabschiedung der Senatsfassung muss zwischen den Vorlagen beider Seiten im Vermittlungsausschuss ein Kompromiss gefunden werden.

Bush argumentiert, dass das Förderpotenzial von 16 Mrd. Barrel in dem Naturreservat an der Nordostküste Alaskas die Abhängigkeit von Lieferungen aus "unfreundlich" gesonnenen Staaten wie dem Irak verringern würde. Die Kritiker halten dagegen, dass das Ölvorkommen im Gebiet dafür nicht groß genug sei und die Polarbären sowie andere Tiere in der Region durch eine Förderung gefährdet würden.

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