550 Millionen Euro
Allianz erhöht Flut-Schadenschätzung

Die Allianz-Gruppe schätzt die Schadenbelastung aus den jüngsten Überschwemmungen in Mitteleuropa für den Konzern auf mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Reuters MÜNCHEN. Das entspreche jedoch weniger als zwei Prozent des erwarteten Schadenvolumens für das Geschäftsjahr 2002, teilte der Münchener Versicherungskonzern am Donnerstag mit. Die Jahrhundertflut in Deutschland bringe nach ersten Schätzungen der Allianz Versicherungs-AG einen Schaden in Höhe von brutto etwa 580 Millionen Euro. In Österreich schätzt die Allianz die Belastung auf brutto 120 Millionen Euro, in der Tschechischen Republik auf 115 Millionen Euro. Nach der Deckung durch Rückversicherungen bleibe eine Nettobelastung von schätzungsweise 550 Millionen Euro in der Gruppe übrig.

Die Jahrhundertflut hatte vor allem in Ostdeutschland Städte und Dörfer entlang der Elbe und ihrer Zuflüsse verwüstet. In Sachsen kamen durch das Hochwasser 19 Menschen ums Leben. "Auf Grund unserer sehr starken Marktposition im Osten Deutschlands trägt die Allianz den maßgeblichen Teil des versicherten Schadens in den betroffenen Regionen", erläuterte Allianz-Vorstand Reiner Hagemann. Betroffen seien in erster Linie Gebäude- und Hausratversicherungen. Derzeit seien 80 Sachverständige der Allianz für die Schadensregulierung vor Ort unterwegs. Erste Vorschüsse seien schon geflossen. Die Allianz werde auch in Zukunft Elementarschadendeckungen in der Gebäude- und Hausratversicherung anbieten, betonte Hagemann.

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück, der an diesem Donnerstag seine Halbjahreszahlen vorlegen wollte, hat noch keine Schätzungen für die Schadenbelastung veröffentlicht.

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