5 000 zusätzliche Arbeitsplätze
VW-Vorstand verteidigt geplantes Tarifmodell

Unmittelbar vor der nächsten Verhandlungsrunde über das bei VW geplante neue Tarifmodell "5 000 mal 5 000" hat Personalvorstand Peter Hartz das Vorhaben verteidigt.

dpa-afx HANNOVER. "Wir verlangen nichts Unmenschliches", sagte er mit Blick auf die viel kritisierte Arbeitszeit von bis zu 48 Wochenstunden dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "An der Zahl der bereits eingegangenen Bewerbungen sehen wir auch, dass die Bewerber damit keine Probleme haben."

Die Verhandlungen zwischen dem VW-Konzern und der IG Metall über das geplante Tarifmodell waren am 11. Mai ergebnislos geblieben. Sie sollen an diesem Montag in Wolfsburg fortgesetzt werden. Das Konzept "5000 mal 5000" sieht die Schaffung von 5 000 neuen Arbeitsplätzen in Wolfsburg und Hannover für die Fertigung eines neuen VW-Fahrzeugs bei einheitlichem Entgelt von 5 000 DM und hochflexiblen Arbeitszeiten vor. Getestet werden soll das auf zunächst drei Jahre angelegte neue Arbeitsmodell mit dem für 2002 geplanten neuen Minivan auf Basis des neuen Golfs.

Personalvorstand Hartz sagte dem "Spiegel": "Wir wollen zeigen, dass man am Standort Deutschland Autos zu gleichen Kosten herstellen kann wie beispielsweise in Tschechien oder Portugal." Es gehe um 5 000 zusätzliche Arbeitsplätze. "Damit die in Deutschland entstehen können, müssen wir neue Wege gehen." Die neuen Arbeitsplätze böten vor allem Arbeitslosen eine Chance. Hartz versicherte, das neue Modell und die dazu geplante neue Gesellschaft seien kein Test, um anschließend den VW-Haustarifvertrag auszuhebeln.

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