6:0 gegen die Ukraine
DFB-Frauen haben EM-Ticket fast sicher

Die deutschen Fußball-Frauen haben das Ticket zur Europameisterschaft 2005 in England fast in der Tasche. Das Weltmeisterteam von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer besiegte am Mittwoch in Oldenburg die Ukraine mühelos mit 6:0 (4:0). Birgit Prinz (2./72. Minute), Isabell Bachor (31.), Sandra Minnert (40.), Sandra Smisek (45.) und Petra Wimbersky (69.) machten vor 13 857 Zuschauern im Marschweg-Stadion den ungefährdeten sechsten Erfolg im sechsten EM-Qualifikationsspiel perfekt.

HB OLDENBURG. Mit der Optimalausbeute von 18 Punkten bei einem Torverhältnis von 42:1 genügt Deutschland als Spitzenreiter der Gruppe 4 am kommenden Sonntag in Livingston gegen Schottland (15.00 Uhr/ZDF) schon ein Unentschieden, um vorzeitig für die Titelverteidigung bei der EM- Endrunde planen zu können.

Auch ohne die vier verletzten Weltmeisterinnen Renate Lingor, Pia Wunderlich, Viola Odebrecht und Stefanie Gottschlich erwischte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) einen Auftakt nach Maß. Noch ehe sich die Osteuropäerinnen in der Defensive sortiert hatten, brachte Weltfußballerin und Spielführerin Prinz das deutsche Team mit ihrem 70. Länderspieltreffer bereits nach zwei Minuten in Führung.

Mit dem 1:0 im Rücken trat die DFB-Elf voller Selbstbewusstsein auf. Laufstark und zweikampfstark präsentierte sich Britta Carlson vom Hamburger SV im defensiven Mittelfeld. In der Zentrale zog Prinz die Fäden und sorgte mit ihren Vorstößen immer wieder für viel Gefahr. Nadine Angerer im deutschen Tor verlebte einen gemütlichen Nachmittag.

So war es kein Wunder, dass die in allen Belangen überlegenen Weltmeisterinnen die Führung bis zur Pause fast mühelos ausbauten. Zunächst krönte Bachor ihre gute Leistung mit einen schönen Kopfball- Aufsetzer nach einer Prinz-Ecke zum 2:0. Für die junge Stürmerin aus Bad Neuenahr war es ihr ersten Tor im DFB-Dress. Minnert nutzte fünf Minuten vor der Pause ein heilloses Durcheinander in der ukrainischen Defensive um die schwache Torhüterin Irina Zwaritsch, ehe Smisek praktisch mit dem Halbzeitpfiff wiederum nach Vorarbeit von Prinz das verdiente 4:0 gelang. Auch nach dem Wechsel ließ die DFB-Elf nicht locker, zeigte viele Ideen und flüssige Kombinationen. Den 6:0- Endstand stellten die eingewechselte Wimbersky und die überragende Prinz mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern sicher.

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