6,5 Millionen Reifen wurden bereits getauscht
Bridgestone will gegen neue Rückrufaktion klagen

Der japanische Bridgestone-Konzern will eine erneute Rückrufaktion seiner Reifen in den USA mit einer Klage verhindern. Die Reifen der US-Tochter Firestone vom Typ Wilderness AT seien keinesfalls fehlerhaft, so der Bridgestone-Chef.

afp TOKIO. Sollte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erneut Reifen des Konzerns zurückrufen, werde das Unternehmen diese Frage vor Gericht klären lassen, sagte Bridgestone-Chef Shigeo Watanabe am Montag in Tokio. Die Reifen der US-Tochter Firestone vom Typ Wilderness AT seien keinesfalls fehlerhaft. Firestone hatte im vergangen Jahr 6,5 Millionen Reifen wegen einer tödlichen Unfallserie mit dem Ford-Geländewagen Explorer zurückrufen müssen. Nach Presseberichten wird die NHTSA in Kürze entscheiden, ob die bisherige Rückrufaktion von Firestone ausreichend war.

Bei insgesamt 6000 Unfällen zählte die US-Verkehrssicherheitsbehörde bis Juni 203 Tote, die durch geplatzte Firestone-Reifen ums Leben gekommen sein könnten. Ford und Firestone machen sich seit Monaten gegenseitig für die tödliche Unfallserie verantwortlich. Firestone behauptet, die Ursache für die Unfälle liege nicht bei den Reifen, sondern sei in einem Konstruktionsfehler des Explorer begründet. Ford hatte Ende Mai insgesamt 13 Millionen Firestone-Reifen an seinen Fahrzeugen wegen möglicher Sicherheitsrisiken ausgetauscht. Dies wurde von Firestone als vollkommen überzogen kritisiert.

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