6. Etappe
Schrecksekunde für die Favoriten

Die 6. Etappe endete für die Radprofis und Favoriten Lance Armstrong und Jan Ullrich und Sprinterstar Robbie Mc Ewen mit einem Schock. An der 1000 Meter Marke verloren sie wichtige Sekunden durch Stürze vor ihnen. Sie brauchten längere Zeit, um sich aus dem Tumult zu lösen.

HB ANGERS. Da Rückstande durch Stürze auf den letzten 1000 Metern aber nicht gewertet werden, galt für alle die gleiche Zeit, obwohl die zum Teil geschundenen und blutenden Fahrer in großen Abständen über die Linie rollten. Am schlimmsten hatte es den Gerolsteiner- Profi Réné Haselbacher aus Österreich erwischt. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden, McEwen blutete am Bein.

Den Tagessieg im turbulenten Finale sicherte sich der Belgier Tom Boonen vor Stuart O'Grady (Australien) und Erik Zabel (Unna). Im Gesamtklassement gab es nach dem Coup des Franzosen Thomas Voeckler vom Vortag keine Veränderungen. Der 25-Jährige führt weiter vor O'Grady. Armstrong (USA) liegt mit 9:35 Minuten Rückstand auf Rang sechs, Jan Ullrich 55 Sekunden dahinter. Spätestens in den Pyrenäen will der Texaner dieses Resultat geändert haben. Voeckler hatte die Situation bereits am Donnerstag realistisch eingeschätzt: "Um mich wird sich Lance keine großen Gedanken machen."

Armstrong war nach etwa 46 Kilometern selbst gestürzt, als er am Boden liegenden Konkurrenten ausweichen musste. "Nur oberflächliche Abschürfungen, nichts Gravierendes", sagte US-Postal-Manager Johan Bruyneel. Armstrongs Team-Kollege José Luis Rubiera (Spanien) hatte es am Vortag dagegen viel heftiger erwischt. Er musste mit sechs Stichen an einer Wunde am Oberschenkel genäht werden. "Ich wollte gar nicht hingucken. Die preschen ohne Rücksicht auf Verluste ins Ziel wie die Verrückten", sagte Danilo Hondo nach dem Crash im Zielbereich von Angers. Er gehörte allerdings selbst zu den "Verrückten" - Hondo wurde Vierter.

T-Mobile-Youngster Matthias Kessler (Nürnberg) fährt seit Donnerstag mit einer angebrochenen Rippe und Knie-Verletzungen. Auch sein Team-Kollege Rolf Aldag (Unna) leidet an Knie-Problemen und Hautabschürfungen. "Beide gehen auch morgen an den Start", sagte Teamsprecher Olaf Ludwig am Freitag.

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