60 Jahre ist Mindestalter
Vorgaben für die Riester-Rente

Für die Riester-Rente, die vom kommenden Jahr an die private Altersvorsorge als Teil der gesetzlichen Rente ersetzen soll, hat der Gesetzgeber bereits genaue Vorgaben erstellt. Das "Riester-Special" von Handelsblatt.com

HB Düsseldorf. Grundsätzlich werden in dem Gesetz zur Zertifizierung von Altervorsorgeverträgen Rentenversicherungen, Bank- sowie Fondssparpläne erwähnt. 60 Jahre ist das Mindestalter, um in den Genuss der Riester-Rente zu kommen. Eine solche Rente muss spätestens bis zum 85. Lebensahr muss abgeschlossen werden. Die Reister-Rente wird nicht auf einen Schlag, sondern als lebenslange Rente ausgezahlt. Der Zeitraum bis dahin kann auch anders dargestellt werden, zum Beispiel durch einen Fondsauszahlungsplan. Mindestens die eingezahlten Beiträge müssen zur Verfügung stehen. Mit dieser Garantie tun sich die Fondsgesellschaften schwer, die Versicherer hingegen nicht.

Die Abschluss- und Vertriebskosten werden über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren verteilt. Das dürfte die Versicherungen vor Finanzierungsprobleme stellen, weil deren Vertreter bei Abschluss schon die gesamte Provision haben möchten. Oder sie werden von den Einzahlungen abgezogen, was der heutigen Praxis der Ausgabeaufschläge bei Fondssparplänen entspricht. Der Anbieter muss genaue Informationen über die Kostenstruktur liefern. Das haben die Versicherer bisher immer verweigert.

Der Vertrag kann mit drei Monaten Kündigungsfrist gewechselt werden und muss grundsätzlich die Entnahme von Geld zur Immobilienfinanzierung zulassen (Das Grundprinzip der Immobilienförderung). Der volle Wortlaut der entscheidenden Passagen nach dem Ergebnis des Vermittlungsausschusses regelt noch weitere Details (Teile des Gesetzes im Wortlaut). Zurzeit werden schon Rentenversicherungen, klassisch oder fondsgebunden, angeboten (Erläuterungen im Glossar der Altersvorsorge), die "riestertauglich" sein sollen bzw. entsprechend nachgerüstet werden können. Ob die Kriterien jeweils erfüllt sind, soll eine Behörde entscheiden, die noch geschaffen werden muss.

Mit einer Zertifizierung von "Riester-Produkten" ist nach bisherigen Aussagen von Experten vor dem Jahresende nicht zu rechnen. Kunden haben auch danach noch ausreichend Zeit, sich am Markt das geeignete Produkt auszuwählen. Eine Förderung für das gesamte Jahr 2002 ist selbst dann noch gewährleistet, wenn ein entsprechender Vertrag Ende 2002 abgeschlossen und dotiert wird. Die erste Zulage kann ohnehin frühestens im Frühling 2003 ausgezahlt werden, erläuterte ein Sprecher der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA).

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