60 Mark pro gefertigtem Computer
Computerindustrie wehrt sich gegen Urheber-Abgaben

Die deutsche Computerindustrie weigert sich, die von den Verwertungsgesellschaften (VG) festgesetzten neuen Gebühren für die Urheberrechte auf Computer, Telekommunikationsgeräte und Internetanwendungen zu zahlen.

ddp BERLIN. "Bisher ist von uns noch keine Zahlung erfolgt", sagte Jörg Menno Harms, Vizepräsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). Dafür gebe es keine rechtliche Grundlage.

"Wir bedauern es, dass die VG Wort einseitig vorgegangen ist", kritisierte Harms, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochter des Computer-Herstellers Hewlett Packard ist.

Die Verwertungsgesellschaft hatte den IT-Unternehmen Anfang Januar eine Abgabe von knapp 60 Mark pro gefertigtem Computer in Rechnung gestellt. "Wir hatten die Gesellschaft nachdrücklich darum gebeten, keine einseitigen Maßnahmen zu Lasten der Industrie zu ergreifen, bevor nicht auf politischer Ebene eine Lösung gefunden wird", betonte Harms.



Selbst Anrufbeantworter gelten als Computer

Es sei "absurd", dass selbst Anrufbeantworter unter den Begriff PC fallen würden, nur weil sie auf Basis eines Mikroprozessors arbeiteten. "Damit wird der Urheberrechtschutz ad absurdum geführt", kritisierte Harms.

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