60 Prozent an Frauen
Zwei Millionen neue Jobs in EU geschaffen

Von 2 Mill. Arbeitsplätzen, die im vergangenen Jahr trotz des schwachen Wirtschaftswachstums in den 15 Ländern der Gemeinschaft geschaffen wurden, entfielen 1,3 Mill. oder rund 60 % auf Frauen. Dies geht aus dem am Freitag in Brüssel vorgestellten Beschäftigungsbericht 2002 der EU-Kommission hervor.

dpa/HB BRÜSSEL. Das Arbeitseinkommen der Frauen liegt durchschnittlich 16 % unter dem der Männer. In den Niederlanden, Österreich und Großbritannien beträgt die Differenz sogar mehr als 20 %. Als Hauptgrund für die Einkommensunterschiede wurde der hohe Anteil von Frauen in den Niedriglohnsektoren genannt.

Laut Bericht wurden zwischen 1995 und 2001 EU-weit mehr als 12 Mill. neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Arbeitslosenquote in der EU sank im gleichen Zeitraum von 10,2 auf 7,4 %. Insgesamt stieg die Beschäftigungsquote in der EU von 63,2 % im Jahr 2000 auf 63,9 % im vergangenen Jahr, obwohl das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im gleichen Zeitraum von 3,4 % auf 1,6 % absank.

Ob angesichts der aktuellen Konjunkturschwäche das EU-Zwischenziel von 67 % Beschäftigungsquote im Jahr 2005 erreicht werden kann, sei ungewiss, sagte ein Sprecher von EU-Kommissarin Anna Diamantopoulou. In der ersten Jahreshälfte 2002 sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Stillstand gekommen, betonte er.

Besonders ältere Menschen haben es dem Bericht zufolge nach wie vor schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Die Beschäftigungsquote für Menschen zwischen 55 und 64 Jahren lag im vergangenen Jahr bei 38,5 % (2000: 37,8 %). Dies ist weit entfernt von den 50 %, die für das Jahr 2010 angepeilt sind.

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