600 Journalisten vor Ort
Schröder und Stoiber am Schauplatz des Fernsehduells eingetroffen

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) sind am Schauplatz ihres zweiten Fernsehduells eingetroffen. Beide erreichten am Sonntagabend das Studio im Berliner Stadtteil Adlershof.

ddp BERLIN. Ab 20.30 Uhr sollen sich beide dort gegenüberstehen. Organisiert und übertragen wird das TV-Duell von ARD und ZDF. Union und SPD liegen in Umfragen zurzeit fast gleichauf. Beobachter erwarteten ein schärferes Duell als vor zwei Wochen.

Das erste Fernsehduell in der deutschen Fernsehgeschichte fand bei RTL und Sat.1 statt. Moderiert wird die 75-minütige Sendung diesmal von Sabine Christiansen (ARD) und Maybrit Illner (ZDF). Das erste Duell bei den Privatsendern RTL und Sat.1 hatten durchschnittlich mehr als 15 Millionen Zuschauer verfolgt.

Stoiber kam wie schon beim ersten Mal vor dem Bundeskanzler in Adlershof an. Der CSU-Chef wurde begleitet von seinem Wahlkampfmanager Michael Spreng und seinem Sprecher Martin Neumeyer. SFB-Intendant Horst Schättle und ZDF-Intendant Markus Schächter begrüßten die Duellanten. Rund 600 Journalisten, darunter Fernsehreporter aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Israel, Korea und den USA, haben sich akkreditiert. Sie verfolgen das Duell über Großbildleinwände in einem benachbarten Studio in Adlershof.

Zu den ersten Gästen gehörten CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer und SPD-Generalsekretär Franz Müntefering. Außerdem wurden unter anderem Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), CSU-Generalsekretär Thomas Goppel und der britische Botschafter Hugh Powell erwartet. Müntefering sagte unmittelbar vor dem Duell im ZDF, es sei gut, wenn sich Schröder "seriös" präsentiere und mit klaren Konzepten und Worten aufwarte. Meyer unterstrich, auch wenn die TV-Duelle eine hohe Bedeutung hätten, wüssten die Wähler, dass es "nicht in erster Linie auf Personen", sondern auf die Parteien ankomme.

SPD-Politiker hatten nach dem ersten Duell zunächst Regeländerungen gefordert. Die Wahlkampfberater und Chefredakteure beließen es schließlich jedoch bei den ursprünglich vereinbarten Regeln. Danach hat jeder Kandidat 90 Sekunden Zeit für die erste Antwort auf eine Frage. Für jede weitere Nachfrage zu einem Themenkomplex bleiben ihnen 60 Sekunden zur Beantwortung. Die erste Antwort des Abends darf Stoiber geben, Schröder darf dafür das Schlussstatement halten. Beim ersten Duell war dies genau umgekehrt.

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