600 Menschen suchen Schutz in Inselhauptstadt
Hunderte fliehen aus Rebellengebiet auf Jolo

Bemühungen um französische Journalisten erneut verschoben

Jolo, 11. September (AFP) - Nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppierungen der Geiselnehmer auf der philippinischen Insel Jolo sind hunderte Bewohner aus dem Rebellengebiet geflohen. Etwa 600 Menschen hätten Schutz in der Inselhauptstadt gesucht, erklärte die Polizei am Montag. Die Flüchtlinge fürchteten einen Vergeltungsschlag der Rebellen um den Anführer Galib Andang alias "Commander Robot". Verfeindete Gruppierungen der Abu-Sayyaf-Rebellen hatten sich am Samstag ein blutiges Feuergefecht geliefert. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mehr als ein dutzend Kämpfer getötet und 20 verletzt. Grund war offenbar ein Streit um Anteile am Lösegeld.

Die Rebellen hatten am Samstag vier europäische Geiseln freigelassen, darunter auch den Göttinger Marc Wallert. Chefunterhändler Roberto Aventajado sagte am Montag, die Bemühungen um die Freilassung zweier französischer Fernsehjournalisten seien wegen der Schießerei erneut verschoben worden. Den Rebellen solle Zeit gegeben werden, ihre Auseinandersetzungen untereinander zu regeln. Die Verhandlungen sollten frühestens Mittwoch weitergehen. Rebellenführer Andang habe ihn gewarnt, "dass das Leben der französischen Journalisten durch erneute Schießereien gefährdet wäre, wenn wir jetzt etwas unternehmen", erklärte Aventajado. Es sei auch nicht auszuschließen, dass eine Splittergruppe der Abu Sayyaf versuche, die Geiseln in ihre Gewalt zu bringen, sobald Andang sie laufen lasse.

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