600 000 Kunden bestellen Gebrauchsartikel über das Internet
Online-Umsatz der Tchibo-Gruppe steigt sprunghaft an

Der Online-Umsatz mit Gebrauchsartikeln über das Internet wird sich beim Kaffee-Filialisten Tchibo in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr vervierfachen und über 100 Mill. DM erreichen.

HB HAMBURG. Gemessen an den 2,9 Mrd. DM Non Food-Umsatz der Tchibo Frisch-Röst GmbH, -Kaffee Hamburg, sind dies zwar erst gut drei Prozent. Aber die Umsätze wachsen sprunghaft weiter. "Und wir verdienen Geld damit", freuen sich Tchibo-Vorstandsmitglied Stephan Swinka und der für das Versandgeschäft zuständige Thomas Vollmöller. Genauere Zahlen blieben sie allerdings schuldig.

Die vor dreieinhalb Jahren von drei Mitarbeitern als Quasi-Startup gegründete Tchibo Internet GmbH wurde mittlerweile wegen des sich überlappenden Geschäfts mit der Tchibo Versand GmbH zur Tchibo Direkt GmbH verschmolzen. Sie erwartet in diesem Jahr knapp 500 Mill. DM Umsatz. 28 % des Versandgeschäfts wurden im letzten Quartal über Online-Bestellungen generiert, betont Vollmöller.

Multichannel-Strategie im Non-Food Geschäft

Tchibo stützt sich im Non-Food Geschäft, das 53 % des Gesamtumsatzes ausmacht, auf eine Multichannel-Strategie, erklärt Swinka. Die Produkte gibt es - neben dem Internet - in über deutschen und österreichischen 1 000 Tchibo oder Eduscho-Filialen, in 20 000 Bäckereien und 24 000 Lebensmittelgeschäften sowie per Katalog mit monatlich drei Millionen Exemplaren. Zudem werben Anzeigen, TV-Spots, Massenbriefsendungen und neuerdings auch ein Newsletter für das wöchentlich wechselnde Angebot. Im Gegensatz zum Katalog, der pro Stück 1,20 DM kostet, schlägt der Newsletter mit derzeit 430 000 Abonnenten nur mit Pfennigen zu Buch.

Nach den Erkenntnissen des Unternehmens informieren sich drei Viertel der Newsletter-Kunden über die Produkte. Etwa 100 000 bestellen diese dann über das Internet. Ob der Rest der Abonnenten kein Interesse an Käufen hat oder sich lieber in der Filiale die Artikel besorgt, kann Tchibo nicht feststellen.

Von den 2,5 Millionen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die jährlich bei der Tchibo Direkt GmbH im Versand kaufen, sind mittlerweile 600 000 Internet-Kunden. Die Deutschen sind dabei eindeutig in der Mehrheit: rund eine halbe Million. Insgesamt bestellen 400 000 Kunden mehr als im Vorjahr per Internet.

Den Online-Erfolg mit einer Million Bestellungen pro Jahr begründet Vollmöller unter anderem mit der wöchentlichen Aktualisierung der Webseite. Vollmüller: "Das ist ideal für die virtuelle Welt."

In den nächsten Wochen wird Tchibo in England mit einem ersten Katalog als neuer Versandhändler antreten. Hier betreibt der Konzern derzeit sechs Filialen. Bis zum Jahresende sollen es zwölf sein. Zugleich ist eigener Online-Shop für Großbritannien geplant. Unter den zehn größten deutschen Online-Händlern rangiert Tchibo nach Amazon, Bol, Otto und Quelle nach eigenen Angaben an fünfter Stelle. "Allerdings stehen wir in der Reichweite mit Otto und Quelle auf einer Ebene", sagte Vollmöller.

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