65 Millimeter großes Loch verursacht
Ursache des Columbia-Absturzes war wohl Isolierteil

Ein Stück Isoliermaterial, das bei einer Simulation mit hoher Geschwindigkeit auf einen Nachbau der Columbia-Tragfläche geschossen worden sei, habe dort einen "erheblichen" Riss verursacht, teilte die Kommission am Dienstag in Houston mit.

Reuters HOUSTON. Vier Monate nach dem Absturz der Raumfähre Columbia ist die Untersuchungskommission bei ihrer Suche nach der Unglücksursache möglicherweise einen wichtigen Schritt vorangekommen.

Damit könnte sich eine Theorie bestätigen, die Experten schon kurz nach dem Absturz der Raumfähre am 1. Februar aufgestellt hatten. Danach könnte sich ein Stück Isoliermaterial beim Start der Raumfähre vom Tank gelöst haben und gegen die linke Tragfläche der Raumfähre geprallt sein. Dabei könnte der Hitzeschild nach Ansicht der Experten so stark beschädigt worden sein, dass die Columbia beim Wiedereintritt in die Atmosphäre und der damit verbundenen extremen Hitze auseinander brach.

Ziel der Simulation sei gewesen, diese Theorie zu überprüfen, teilte die Kommission mit. Das dabei entstandene Loch sei an seiner breitesten Stelle 65 Millimeter groß gewesen. Dies sei ein "bedeutender" Schaden. Die Kommission sei aber damit noch nicht zur abschließenden Beurteilung der Absturzursache gekommen, hieß es weiter.

Im Juni werde es weitere Tests geben. Dabei sollten Tragflächenteile von echten Raumfähren zu den Simulationstest benutzt werden. Der Abschlussbericht soll vorliegen, bevor der US-Kongress am 25. Juli in die Sommerpause geht. Beim Absturz der Columbia waren alle sieben Astronauten ums Leben gekommen.

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