65 von 95 Angestellten werden entlassen
Software-Unternehmen Complet-e schwer angeschlagen

dpa-afx ZÜRICH. Die Probleme des schwer angeschlagenen Software-Unternehmens Complet-e werfen ihre Schatten auch auf die mit der Federführung des Börsengangs betraute Zürcher Kantonalbank (ZKB). Ein "finanzieller Rettungsring" der ZKB ist aber noch nicht nötig.

Die ZKB sei sich ihrer Verantwortung bewusst und nehme sie auch wahr, sagte Rodolfo Straub, Leiter Kapitalmarkt der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die Entwicklung von Complet-e sei dem Image der ZKB nicht förderlich.

Complet-e ging erst im vergangenen Oktober an die Börse. Das Software-Unternehmen hatte am Freitag nach grossen Verlusten im ersten Halbjahr 2000 bekannt gegeben, dass rund 65 der 95 Angestellten entlassen würden. Die Firma will ausserdem künftig ein reines Handelsunternehmen sein.

Complet-e verfügt per Ende August immer noch über liquide Mittel. Ein finanzieller Rettungsring (der ZKB an die Complet-e) sei deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig, sagte Staub.

Die ZKB habe den Börsengang (IPO) sorgfältig vorbereitet. Besondere Risiken einer Gesellschaft in diesem Entwicklungsstadium seien im Prospekt ausführlich dargelegt worden, sagte Straub. Die ZKB habe aus dem Fall die Lehren für die Zukunft gezogen. Die Messlatte werde bei einer nächsten Transaktion sicher höher liegen.

Das Marktumfeld habe sich seit den Vorbereitungen und der Durchführung des IPO in der Branche, in der Complet-e tätig sei, sehr verändert. Die Ziele des ursprünglichen Geschäftsplans hätten deshalb nicht in der geforderten Zeit erreicht werden können.

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