6500 Polizisten vor Ort
Polizei löst Sitzblockade von Castor-Gegnern auf

25 Demonstranten hatten versucht, die Gleise zwischen Herzberg und Grieben in Nordbrandenburg zu besetzen, um den Zug mit Castor-Behältern zu stoppen. Chronologie der deutschen Atommülltransporte seit 1995

ddp RHEINBERG. Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen eine Sitzblockade von etwa 25 Castor-Gegnern in Brandenburg aufgelöst. Die Demonstranten hatten versucht, die Gleise zwischen Herzberg und Grieben in Nordbrandenburg zu besetzen, um den Zug vom stillgelegten Atomkraftwerk Rheinsberg auf seinem Weg ins Zwischenlager Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) zu stoppen.

Die Polizei-Einsatzleitung in Rheinsberg bestätigte den Vorfall. Nach Angaben der Anti-Atom-Bewegung trugen die Beamten die Demonstranten weg und kesselten sie zur Feststellung der Personalien ein. Einige wurden in Gewahrsam genommen. Die Polizei sei «höflich und zuvorkommend gewesen», sagte der Sprecher der Anti-Atom-Initiative Sachsen, Dirk Hofmeister. Es habe keine Rangeleien gegeben. Der Zug mit den 246 abgebrannten Brennstäben konnte die Stelle ungehindert passieren.

Der Castor-Transport hatte das Werksgelände des AKW um 06.40 Uhr unter massiven Sicherheitsvorkehrungen verlassen. Er machte sich zügig auf den Weg und auch das Umrangieren von den privaten AKW-Gleisen auf die Trasse der Deutschen Bundesbahn in Rheinsberg verlief reibungslos. Rund 6.500 Polizisten und Bundesgrenzschützer sollten für eine ungestörte Überführung des Zuges ins Zwischenlager bei Greifswald sorgen.

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