69-Jährige Ex-Politiker weist Vorwürfe zurück
Meyer-Vorfelder kassierte doppelt

Gerhard Mayer-Vorfelder hat zum Ende seiner Amtszeit als baden-württembergischer Finanzminister gegen das Ministergesetz verstoßen. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Besoldung und Versorgung, wie Abteilungsleiter Peter Büning dem Südwestrundfunk bestätigte.

dpa STUTTGART. Der CDU-Politiker hatte damals neben seinen Bezügen auch noch eine monatliche Aufwandsentschädigung von 13 000 Euro vom Bundesligisten VfB Stuttgart kassiert, dessen Präsident er war. Bezüge und Entschädigung hätten gegeneinander verrechnet werden müssen, stellte das Landesamt nun fest.

Mayer-Vorfelder wies den Bericht des SWR zurück. "Die von Herrn Mayer-Vorfelder im eigenen Interesse angeregte Überprüfung beim Landesamt für Besoldung und Versorgung ist keineswegs abgeschlossen", teilte sein Büro mit.

Mayer-Vorfelder betonte, derzeit seien mit dem Landesamt noch nicht einmal die Stellungnahmen ausgetauscht. Er werde "in den nächsten Tagen dem Landesamt seine Position zur Frage der Verrechnung von Bezügen mitteilen".

Gegen den 69-Jährigen wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und ehemalige Club-Chef des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und lediglich eingeräumt, seine Einkommenssteuererklärung "nicht rechtzeitig" abgegeben zu haben.

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