7:1 gegen Weißrussland im Halbfinale
Kanadas Puckjäger auf Goldkurs

Die Puck-Millionäre aus Kanada haben Favoritenschreck Weißrussland eiskalt abblitzen lassen und spielen in Salt Lake City um die Goldmedaille.

HB/dpa SALT LAKE CITY. Im Halbfinale des Olympia- Turniers am Freitag im E Center schlugen die Stars aus der nordamerikanischen Profiliga (NHL) das Sensationsteam von Trainer Wladimir Krikunow mit 7:1 (2:1, 2:0, 3:0) und spielen am Sonntag (21.00 Uhr) im Finale zum siebten Mal um die Olympia-Krone. Steve Yzerman, Eric Brewer, Scott Niedermayer, Paul Kariya, Simon Gagne, Eric Lindros und Jarome Iginla schossen die Tore für die erstmals überzeugenden "Ahornblätter", die zum letzten Mal 1952 in Oslo Olympiasieger waren.

Kanadas Eishockey-Legende Wayne Gretzky atmete in seiner VIP-Loge erleichtert auf, nachdem seine hoch motivierte Mannschaft mit einem Offensiv-Feuerwerk die letzte Hürde auf dem Weg ins Finale souverän genommen hatte. Der Endspielgegner des Gold-Favoriten wurde im zweiten Halbfinal-Duell zwischen den USA und Russland in der Nacht zum Samstag ermittelt. Den Weißrussen, die im Viertelfinale Schweden sensationell mit 4:3 aus dem Turnier geschossen hatten, bleibt nach der Lektion gegen den Lehrmeister aus Kanada im Spiel um Platz drei am Samstag (20.15) die Chance auf Bronze.

Im nur zu drei Vierteln gefüllten E Center erwischten die Kanadier einen Auftakt nach Maß. Steve Yzerman von den Detroit Red Wings schoss den 21-fachen Weltmeister nach sieben Minuten in Führung. Die "Underdogs" aus Weißrussland legten schnell den Respekt vor den Super-Stars ab und erzielten durch NHL-Profi Ruslan Salei (14.) von den Anaheim Mighty Ducks den Ausgleich. Mit einem Schlagschuss von der blauen Linie brachte Verteidiger Eric Brewer (18.) von den Dallas Stars die klar überlegenen Kanadier, die im Viertelfinale Finnland mit 2:1 ausschalteten, wieder in Front.

Im zweiten Drittel geriet Weißrusslands Viertelfinal-Held Andrej Mezin immer stärker unter Beschuss und nach den Gegentoren durch Scott Niedermayer (23.) von den New Jersey Devils und Anaheims Paul Kariya (34.) räumte der entnervte Schlussmann, der in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bei den Berlin Capitals spielt, für Sergej Schabanow das Tor. Im Schlussdrittel der völlig einseitigen Partie machten Simon Gagne (46.) von den Philadelphia Flyers, Eric Lindros (53.) von den New York Rangers und Jarome Iginla (57.) von den Calgary Flames den höchsten Turniersieg der Kanadier perfekt, die bei ihrer letzten Final-Teilnahme 1994 in Lillehammer an Schweden gescheitert waren.

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