7,5 Billionen Rechnungen pro Sekunde
IBM verkauft weltgrößten kommerziellen Computer an Forscher

Reuters NEW YORK. Zur Erforschung des menschlichen Erbguts hat der Computerhersteller IBM den größten kommerziell genutzten Rechner der Welt verkauft. Die Maschine kann pro Sekunde 7,5 Billionen Rechnungen ausführen und ist der schnellste nicht von Regierungen eingesetzte Computer überhaupt. Damit würden zur Erforschung des Lebens endgültig Supertechnologien eingesetzt, sagte die für diese Sparte zuständige IBM-Vizepräsidentin Caroline Kovac am Montag in New York. Um die zur Erforschung des menschlichen Erbguts notwendige Menge genetischer Informationen interpretieren zu können, seien die Forscher von Computern abhängig. Wennn heute alle Rechner abgestellt würden, wäre Biologie nicht machbar, sagte Kovac.

Bei der Genomforschung geht es darum, die genaue Position von Genen zu bestimmen und Variationen zu identifizieren, die bestimmten Krankheiten zugeordnet werden können. Genutzt werden soll der Superrechner in der für Lebensforschung zuständigen Abteilung von NuTec. Der Präsident der Abteilung, Peter Morissey sagte, der Computer werde zur Bearbeitung eines Algorithmus eingesetzt, mit dessen Hilfe die Ursprünge menschlicher Krankheiten geklärt werden könnten. Die Erbgutforschung wird unter anderem dazu genutzt, um die Ursache von Herz- oder Gefäß- oder verschiedenen Krebserkrankungen zu erforschen.

Nur sehr wenige Krankheiten sind nach den Worten Morissdeys durch ein einzelnes Gen bedingt. Daher sei die Erforschung ganzer Gruppen von Genen und ihrer Funktionen die wirksamste Methode, um den Krankheiten auf die Spur zu kommen. Lebensforschung, Biologie und die Genetik seien unglaublich komplexe und wunderbare Systeme, zu deren Erforschung aber ähnlich komplexe Mittel notwendig seien. Die NuTec Sciences in Atlanta sind in Privatbesitz und arbeiten mit dem Institut für Nationale Erforschung des menschlichen Erbgutes zusammen, das den Algorithmus entdeckt hat.

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