7 Mrd. Euro Umsatz erwartet
Infineon will Rekordbilanz für 1999/2000 präsentieren

Die Siemens-Tochter Infineon Technologies legt heute ihre Bilanz vor. Analysten erwarten einen Gewinn vor Steuern von bis zu 3 Mrd. DM.

vwd MÜNCHEN. Mit einem Rekordergebnis will die Siemens-Tochter Infineon Technologies AG, München, ihre Aktionäre bei der Vorlage der Bilanz 1999/2000 (30. September) an diesem Dienstag erfreuen. Zwar wurde die Stimmung unter den Investoren hinsichtlich des Speichermarktes in den vergangenen Wochen durch negative Nachrichten aus dem PC-Sektor beeinträchtigt, dennoch sind Analysten der Bankgesellschaft Berlin sicher, dass die Nachfrage nach dynamischen Speichern das Angebot im vierten Quartal des Kalenderjahres 2000 und im Gesamtjahr 2001 übersteigen werde.



Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten bei einem Umsatz zwischen 6,8 und 7,0 (1999/00: 4,2) Mrd Euro ein EBIT zwischen 1,30 Mrd. und 1,37 Mrd Euro. Sal. Oppenheim prognostiziert ein Ergebnis je Aktie von 1,37 Euro, die Bankgesellschaft Berlin erwartet, dass das Speichergeschäft 1999/2000 etwa 42 % des Gesamtumsatzes und 73 % der EBIT-Marge ausmachen werde. Auch nach Ansicht von Jürgen Wagner von Sal. Oppenheim hängt das Ergebnis von Infineon zum Großteil von der Preisentwicklung in der Speicherproduktion ab. Trotz rückläufiger Preise in den letzten Monaten sei aber die Endnachfrage intakt, so dass ab dem zweiten Quartal des Kalenderjahres 2001 wieder mit anziehenden Preisen aufgrund einer Unterversorgung zu rechnen sei.



Im September hatte Infineon selbst verlautbart, dass der Halbleitermarkt weiterhin wachse. Es sei noch kein Ende des Zyklus in Sicht und die Situation gegenwärtig vor allem durch Kapazitätsengpässe gekennzeichnet. Im dritten Quartal hatte der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 19 % und der Überschuss um 82 % zugelegt. Die Analysten der Bankgesellschaft halten die Infineon-Aktie auf dem derzeitigen Niveau für angemessen bewertet, vermuten allerdings, dass sich der Kurs in den nächsten Jahren mehrfach auf dem jetzigen Niveau bewegen werde. Bei den Anlegern könnte in den nächsten zwei bis drei Jahren die Stimmung von der Angst dominiert werden, dass die Speichergeschäfte Verluste auf dem Niveau von 1997/98 erleiden könnten.

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