72-Jährige schoss sich mit Gewehr ins Kopf
Früherer DDR-Minister verübte offenbar Selbstmord

Der 72-Jährige schoss sich in seinem Haus in Berlin-Köpenick offenbar mit seinem Gewehr in den Kopf. Mit einer Obduktion will die Polizei den Verdacht eines Tötungsdeliktes ausräumen.

dpa/ddp BERLIN. Der frühere DDR-Landwirtschaftsminister Heinz Kuhrig hat offenbar Selbstmord verübt. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, schoss sich der 72-Jährige mit seinem Gewehr in den Kopf. Kuhrigs Ehefrau fand ihren Mann am Donnerstag tot in seinem Haus in Berlin-Köpenick.

Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete, am Tatort habe es noch Unklarheiten gegeben. So seien zwei Patronenhülsen, aber nur ein Projektil gefunden worden. Mit einer Obduktion solle der Verdacht eines Tötungsdeliktes ausgeräumt werden. Die Polizei bestätigte diese Details jedoch nicht.

Kuhrig soll leidenschaftlicher Jäger gewesen sein. Seit der Wende litt er unter gesundheitlichen Problemen. Kuhrig hatte ein Schlosserlehre absolviert und nach dem Zweiten Weltkrieg Landwirtschaft studiert. Er trat 1946 der SED bei und machte nach dem Studium Karriere im Partei- und Staatsapparat der DDR. Von 1973 bis 1982 war er Landwirtschaftsminister, von 1976 bis zur Wende gehörte er dem Zentralkomitee der SED an. Nach seinem Rücktritt als Minister wurde er Generalsekretär des Zentralvorstands der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft.

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