739 statt 400 Millionen Euro Minus
Gerling-Verlust höher als erwartet

Der Kölner Versicherungskonzern Gerling ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 tiefer in die Verlustzone gerutscht als bisher angenommen. Gerling habe 2002 einen Konzernjahresverlust nach IAS von 739 (minus 563) Millionen Euro verbucht, teilte der Konzern am Montag in Köln angesichts des jetzt vom Aufsichtsrat beschlossenen Jahresabschlusses mit.

Reuters DÜSSELDORF. Neben hohen Verlusten aus dem Rückversicherungsgeschäft habe dazu auch das stark eingebrochene Kapitalanlage-Ergebnis beigetragen. Zu außerordentlichen Belastungen habe auch die nach der Bilanzierungsmethode IAS nötig gewordene Neubewertung der Beteiligung an der Kreditversicherungsgruppe Gerling NCM Credit and Finance (GN) geführt.

Konzernchef Björn Jansli betonte indes, die großen Problemfelder im Konzern seien nun "endgültig abgearbeitet". Gerling habe eine gute Basis für einen Neustart. Gerling hatte in der vergangenen Woche in einem Gerichtsverfahren grünes Licht für den Verkauf seiner angeschlagenen Rückversicherungstochter Gerling Globale Rück erhalten. Der Verkauf der Globale Rück gilt als wichtige Hürde für die weitere Sanierung des traditionsreichen Versicherungskonzerns. Gerling will sich im Konzern einen Partner ins Boot holen und führt dazu nach Janslis Angaben bereits Gespräche sowohl mit strategischen als auch Finanzinvestoren.

Gerling hatte den Verlust in der Gruppe noch zu Jahresbeginn mit etwa 400 Millionen Euro beziffert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%