77 Prozent Auslandsumsatz
Metro verliert im Heimatmarkt

Der weltweit fünftgrößte Handelskonzern Metro hat wegen der Konjunkturflaute im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres weniger verdient. Wachstum erzielte der Konzern vor allem in Osteuropa und Asien.

vwd DÜSSELDORF. Trotz zum Teil rückläufiger Umsätze hat die Metro AG, Düsseldorf, im zweiten Quartal 2002 ihre Marktanteile in nahezu allen Segmenten ausgebaut oder gehalten. Besonders erfreulich hätten sich die Bereiche Metro Cash&Carry und Media/Saturn entwickelt, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Körber am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal in Düsseldorf. Die umsatzstärkste und internationalste Vertriebslinie Cash&Carry habe ihren Umsatz um drei Prozent auf 5,77 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 14 Prozent auf 150 Mill. Euro gesteigert.

Insbesondere in den wichtigen Expansionsregionen Osteuropa und Asien habe die Vertriebslinie deutliche Zuwächse erzielt, der Auslandsumsatzanteil habe sich auf rund 77 Prozent erhöht. Mit dem Markteintritt in Japan werde die Internationalisierung in diesem Jahr konsequent fortgesetzt.

Sehr erfreulich sei auch das Wachstum der Elektronikmärkte, sagte Körber weiter. Obwohl die Branche um zehn Prozent geschrumpft sei, hätten Media Markt und Saturn im zweiten Quartal beim Umsatz um 16,7 Prozent auf 1,98 Mrd Euro zugelegt. Besonders stark sei das Wachstum in Osteuropa mit gut 75 Prozent ausgefallen.

Das EBIT habe sogar um 106 Prozent auf 16,9 Mill. Euro zugenommen. Weniger erfreulich habe sich das Segment Verbrauchermärkte entwickelt, räumte Körber ein. Hier sei der Umsatz um sieben Prozent auf 697 Mio Euro zurückgegangen, das EBIT habe sich um 175 Prozent auf minus 10,7 Mill. Euro verschlechtert. Die Extra-Verbrauchermärkte hätten sich der Branchensituation in Deutschland nicht entziehen können und litten unter einem erheblichen Druck der Discounter, klagte Körber.

Auch die SB-Warenhäuser mussten im zweiten Quartal Einbußen verkraften: Der Umsatz schrumpfte um sieben Prozent auf 1,94 Mrd Euro, das EBIT um 23 Prozent auf 21,1 Mill. Euro Dennoch habe Real vor allem im Heimatmarkt weitere Marktanteile hinzugewonnen, betonte Körber. Der Umsatzrückgang dieses Segments von 21 Prozent in Osteuropa sei auf die deutliche Aufwertung des Euro gegenüber den Währungen in Polen und der Türkei zurückzuführen.

Die Baumarktkette Praktiker habe im zweiten Quartal von einer bundesweiten Preissenkungskampagne profitiert und den Umsatz um ein Prozent auf 718 Mill. Euro gesteigert, führte Körber aus. Gleichwohl sank das EBIT um 38 Prozent auf 17 Mill. Euro. Auch das Segment Warenhäuser litt unter der Konsumzurückhaltung in Deutschland. Insgesamt ging der Umsatz hier um 4,5 Prozent auf 838 Mill. Euro zurück, das EBIT sackte auf minus 37 Mill. Euro ab. Hier sei jedoch im zweiten Halbjahr mit einer Verbesserung zu rechnen, sagte Körber. Erste Erfolge der Prozessoptimierung seien bereits erkennbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%