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78 Fonds im ersten Quartal geschlossen

Die Konzentration in der Finanzbranche und die seit drei Jahren anhaltende Baisse an den Börsen hinterlässt ihre Spuren in der Investmentbranche: In den ersten drei Monaten 2003 wurden nach Branchenangaben insgesamt 78 Investmentfonds wegen Kapitalvernichtung oder Unrentabilität geschlossen beziehungsweise mit anderen zusammengelegt.

Reuters FRANKFURT. Allerdings habe die Zahl der Fonds insgesamt zugleich weiter zugenommen, sagte der Sprecher des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI), Andreas Fink, am Dienstag in Frankfurt. So zählte der BVI Ende März 1091 Aktienfonds, 60 mehr als zum Jahresende 2002. Die Zahl der Rentenfonds legte um 32 auf 645 zu. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Geldmarktfonds um zehn auf 90. Der Rückgang durch Schließung einzelner Fonds sei vor allem durch neu aufgelegte Garantie- oder garantieähnliche Fonds mehr als ausgeglichen, sagte Fink.

Als Hauptgründe für die Fondsschließungen nannte Fink die Fusion von Allianz und Dresdner Bank im vergangenen Jahr. Dies habe zeitversetzt dazu geführt, dass etwa 30 bis 40 Fonds zusammengelegt oder geschlossen worden seien. Marktführer DWS von der Deutschen Bank habe nach der Übernahme der Fondstochter FankenInvest der SchmidtBank und der ZürichInvest 40 bis 50 Fonds aufgelöst. Daneben seien in nicht genannter Zahl Fonds wegen Kapitalvernichtung in Folge Wertverlusts bestimmter Aktien, in die sie investierten waren, geschlossen worden.

Mittelabflüsse verzeichneten den BVI-Angaben zufolge im ersten Quartal vor allem Aktienfonds mit minus 738 Millionen Euro, während Rentenfonds 4,7 Milliarden Euro an Zuflüssen verbuchten. Bei den Abflüssen aus Branchenfonds ragten diejenigen hervor, die in Finanzwerte (minus 147 Millionen Euro) investierten, gefolgt von der Telekommunikationsbranche (minus 133) und der Biotechnologie (minus 128). Geldmarktfonds verdoppelten ihr Mittelaufkommen gleichzeitig fast auf 7,5 Milliarden Euro.

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