79,74 Prozent Ja-Stimmen
Sächsische Metaller beschließen Streik

In der Urabstimmung über Streiks zur Durchsetzung der 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland hat sich nach Angaben der IG Metall eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten für einen Arbeitskampf ausgesprochen.

Reuters BERLIN. In der Abstimmung hätten 79,74 % der Metaller im Pilotbezirk Sachsen für einen Arbeitskampf votiert, teilte die Gewerkschaft am Freitag in Berlin mit. Nach früheren Angaben der IG Metall sollen am Montag in Sachsen erste Firmen bestreikt werden. Dabei läge der Schwerpunkt zunächst in den Regionen um Chemnitz und Zwickau. Dort sind vor allem Zulieferer der Automobilbranche und Maschinenbau-Unternehmen ansässig. Auch in der ostdeutschen Stahlindustrie soll es nach einer Urabstimmung einen Arbeitskampf geben. In Ostdeutschland gibt es rund 9 000 Stahlarbeiter, in der Metall- und Elektroindustrie sind etwa 310 000 Menschen beschäftigt.

Die Gewerkschaft fordert die schrittweise Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden wie im Westen. Die Arbeitgeber wollen sich erst darauf einlassen, wenn die Wirtschaftskraft im Osten das West-Niveau erreicht hat.

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