8,7-Millionen-Euro-Deal
Bechtle kauft schweizer Systemhaus

Das am Neuen Markt notierte Systemhaus Bechtle hat eigenen Angaben zufolge in der Schweiz die Systemhaus-Sparte von Eurodis für rund 8,7 Mill. Euro übernommen.

Reuters GAILDORF. Bechtle gab am Freitag in Gaildorf bekannt, das übernommene Unternehmen habe eine führende Marktposition bei der Systemintegration von Banken und Dienstleistungsfirmen und werde unter anderem den Eintritt in den Markt für Applikationsserver und Speichersystem erleichtern. Bechtle-Vorstandschef Gerhard Schick sagte, der Kaufpreis betrage 12,8 Mill. Schweizer Franken (rund 8,7 Mill. Euro), was rund einem Fünftel des Jahresumsatz oder dem zweifachen Vorsteuerergebnis der Eurodis entspreche.

Den Kaufpreis wird Bechtle nach Schicks Worten aus dem Cash Flow finanzieren, der auch nach der Übernahme noch hinreichende Finanzmittel beinhalte. Es gebe derzeit nur wenige Unternehmen, die in der Lage seien, eine solche Übernahme aus dem laufenden Kapitalfluss zu finanzieren, sagte der Vorstandschef. Der Zukauf stelle eine Bereicherung für Bechtle im Server-Segment dar. Die neue Sparte werde dazu beitragen, dass sein profitabel arbeitendes Unternehmen weitere Umsatzzuwächse erzielen werde, die sich künftig allerdings auf 15 bis 20 % von bislang 30 % verlangsamten. Die übernommene Systemhaus-Sparte plant im laufenden Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 43 Mill. Euro und habe zuletzt ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von 2,43 Mill. Euro erwirtschaftet.

Bechtle legte am Freitag zudem Geschäftszahlen vor und wies dabei für 2001 einen Umsatz von 639 Mill. Euro aus. Geplant gewesen seien 614 Mill. Euro, hieß es. Bis Ende 2002 solle der Umsatz auf 800 Mill. Euro wachsen. Endgültige Geschäftszahlen will das Unternehmen am 27. März nennen.

An der Börse zogen die Aktien von Bechtle nach Bekanntgabe der Übernahme bei einem deutlich belebten Umsatz um 5,5 % auf 8,65 Euro an.

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