80 000 Arbeitsplätze südlich der Mainlinie entstanden
IG-Metall-Chef erwartet eine harte Tarifrunde 2002

Der IG-Metall-Chef Klaus Zwickel rechnet angesichts der unsicheren Konjunktur und der hohen Inflationsrate mit einer spannungsgeladenen Lohnrunde im kommenden Jahr.

dpa-afx FRANKFURT. Der IG-Metall-Chef Klaus Zwickel rechnet angesichts der unsicheren Konjunktur und der hohen Inflationsrate mit einer spannungsgeladenen Lohnrunde im kommenden Jahr. "Wir müssen uns auf hohe Erwartungen der Arbeitnehmer einstellen", sagte Zwickel im Gespräch mit der Zeitung "Die Welt". Der jetztige zweijährige Tarifabschluss sei innerhalb der IG Metall heftig umstritten gewesen - vor allem südlich der Mainlinie.

Die Arbeitnehmer würden nun fragen, warum sie sich nach den doch relativ moderaten Lohnerhöhungen nun bescheiden sollten, erklärte Zwickel die Situation. Hinzu komme, dass die Betriebe voll ausgelastet seien und eine Menge Geld verdienten.

Zwickel wenig überzeugt von Kombilohn-Modellen

Von den derzeit diskutierten Kombilohn-Modellen zeigte sich der IG-Metall-Chef wenig überzeugt. Nur wenige hundert Arbeitsplätze seien so geschaffen worden. "Diese einfache Diskussion - Niedriglohnsektor schafft Arbeitsplätze - ist einseitig und tendenziell falsch."

In den letzten anderhalb Jahren seien rund 100 000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Etwa 80 000 davon seien südlich der Mainlinie entstanden, ohne dass die Arbeitgeber Geld dafür bekommen hätten. Es habe hier keine Lohnsubventionen, sondern eine gute Konjunktur gegeben.

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