85 Dollar je Aktie
News Corp. will US-TV-Gesellschaft Chris-Craft schlucken

Medienzar Rupert Murdoch zahlt 3,5 Milliarden Dollar unter anderem für zehn große Fernsehsender. Doch die amerikanische TV-Aufsichtsbehörde könnte den Kauf noch verhindern.

dpa NEW YORK. Die News Corporation des australischen Medienzaren Rupert Murdoch will die amerikanische Fernsehgesellschaft Chris-Craft für 3,5 Mrd. $ (7,5 Mrd. DM) kaufen. Die News Corp. wolle 85 $ je Aktie zahlen, berichtete die "New York Times" am Samstag.

Chris-Craft hat zehn große Fernsehsender in New York, Los Angeles, San Francisco und anderen US-Großstädten. Die Gesellschaft kontrolliert die BHC Communications zu 80 %, die Fernsehstationen in hohen Frequenzbereichen betreibt. Die BHC hat wiederum einen Mehrheitsanteil von 58 % an der United Television Inc.. Die News Corp., einer der weltgrößten Medienkonzerne, kontrolliert bereits 22 Fernsehsender in den Vereinigten Staaten und würde durch die Chris-Craft-Übernahme die eigene Position in wichtigen US-Ballungsgebieten noch verstärken.

Die News Corp. hat den amerikanischen Medienkonzern Viacom überboten, der sich ebenfalls für Chris-Craft interessiert hatte. Viacom erklärte am Freitag (Ortszeit) in einer Pressemitteilung, dass das Unternehmen seine Übernahmeverhandlungen mit Chris-Craft und seinen Tochterfirmen beendet habe. Viacom gehören die Musiksender MTV, VH-1 das Hollywood-Studio Paramount. Die Gesellschaft hatte kürzlich die riesige US-Fernseh- und Rundfunkgesellschaft CBS übernommen.

Der Kauf von Chris-Craft könnte für die News Corp. zu Problemen mit der für die Fernsehbranche zuständigen Aufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) in Washington führen. Die FCC untersagt es einer Gesellschaft, Fernsehsender zu kontrollieren, die mehr als 35 % der amerikanischen Haushalte erreichen. Die News Corp. tut dies bereits. Große Medienkonzerne drängen auf eine Änderung der Regel.

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