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86 Tage nach Indy-Crash: Ralf Schumacher fährt wieder

Mit Vollgas steuert Ralf Schumacher sein Comeback beim kommenden Formel-1-Rennen in Shanghai an. 86 Tage nach seinem schweren Unfall in Indianapolis hat der Williams-BMW-Pilot in Silverstone 32 vielversprechende Testrunden gedreht.

dpa SILVERSTONE. Mit Vollgas steuert Ralf Schumacher sein Comeback beim kommenden Formel-1-Rennen in Shanghai an. 86 Tage nach seinem schweren Unfall in Indianapolis hat der Williams-BMW-Pilot in Silverstone 32 vielversprechende Testrunden gedreht.

In 1:18,015 Minuten ist der Kerpener sogar auch noch die Tagesbestzeit gefahren. Auf der 5,141 Kilometer langen Piste war er unter anderem schneller als Renault-Pilot Fernando Alonso (Spanien) oder BAR-Honda - Fahrer Jenson Button (Großbritannien). "Ich bin total happy, weil ich gleich wieder das Gefühl für das Auto hatte", sagte der 29-Jährige nach dem geglückten Auftakt und stellte fest: "Rückenschmerzen habe ich keine mehr. Jetzt sieht man, wie schön das alles ist."

Der jüngere der beiden Schumacher-Brüder, der in der neuen Saison für den Toyota-Rennstall fährt, war am 20. Juni beim Großen Preis der USA schwer verunglückt. Nach einem Reifenschaden war der WM-Elfte mit Tempo 300 km/h in die Mauer gekracht. Bei dem Horrorcrash hatte sich der Wahl-Österreicher zwei Brustwirbel gebrochen. Trotz des schwersten Unfalls seiner Karriere stieg Schumacher am ersten der drei Silverstone-Testtage ohne Sorgen in sein Rennauto: "Angst habe ich überhaupt nicht. Denn das Gute ist: Ich kann mich ja an überhaupt nichts an diesem Unfall-Tag erinnern. Nicht einmal mehr an den Start", meinte er vor dem Start.

"Es tut gut, wieder im Auto zu sitzen. In Schanghai in zwei Wochen will ich wieder dabei sein", meinte Schumacher. Zuletzt hatte der Rheinländer sein Comeback immer wieder verschieben müssen. Nachdem zunächst die Ärzte Einspruch gegen eine allzu frühe Rückkehr auf die Rennstrecke eingelegt hatten, wurde der Kerpener zuletzt beim Großen Preis von Italien von der Versicherung gestoppt. Die bestand auf einer zuvor festgelegten Zwölf-Wochenfrist zur völligen Genesung, die am Montag abgelaufen war.

"Wenn Ralf fit ist, steht seinem Einsatz nichts im Wege", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Allerdings muss vor Schanghai auch noch Rennarzt Sid Watkins offiziell Grünes Licht geben - doch das dürfte nach einem geglückten Test nur noch Formsache sein. Das Ziel für die letzten drei Rennen im Williams-BMW hat der WM-Elfte bereits formuliert: "Ich werde jetzt noch mal alles dafür geben, dass wir in der Team-WM am Ende vor Mclaren landen", stellte er in der "Bild-Zeitung" fest.

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